Die Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit sind eine Schriftenreihe, die beim Verlag de Gruyter Oldenbourg in Boston und Berlin verlegt wird und in der seit 1998 unregelmäßig Monografien (mit wenigen Ausnahmen) erscheinen.
Sie versteht sich als Sammlung von Monografien zu einer methodisch erneuerten Ideengeschichte. Es erscheinen darin Studien, die nach dem „Wechselspiel ideeller, politischer, kultureller und sozialer Veränderungsprozesse seit dem Zeitalter der Aufklärung“ fragen. Es sind die insbesondere vergleichende Untersuchungen zu „nationalen und kulturellen Eigenarten und gemeineuropäischen Dimensionen der Geschichte politisch-sozialer Ideen“. Es geht besonders um die jeweiligen Entwicklungs- und Durchsetzungbedingungen.
Die Reihe beinhaltet insbesondere Arbeiten zu folgenden Themen: „Ideenverkehr zwischen Europa und Nordamerika, Beziehungen zwischen politischen und religiösen Weltbildern, Umformung der politischen Leitideen von Liberalismus, Nationalismus und Sozialismus im 20. Jahrhundert, Wandel staatsbezogener Ordnungsideen und normativer Ideen des Politischen, Herausbildung traditionsstiftender, regionenbezogener Gegensatzpaare in der europäischen Ideenwelt, wie zum Beispiel den Ost-West-Gegensatz.“
Die Reihe Ordnungssysteme verknüpft die Analyse von Werken und Ideen mit ihren sozialen, kulturellen und politischen Kontexten, untersucht die „Bedeutung von Wissenssystemen in der Entwicklung der europäischen Gesellschaften und betrachtet Soziabilität und Kommunikation als tragende Gestaltungskräfte kultureller Produktion und bezieht Institutionen und Medien daher systematisch mit ein.“
Die Reihe wird von Anselm Doering-Manteuffel, Lutz Raphael, Jörg Baberowski und Florian Meinel herausgegeben. Ein früherer Mitherausgeber war Dietrich Beyrau.