Julia Mathilda Hahr

Julia Mathilda Hahr

Julia Mathilda Hahr, genannt Mattis, (geboren am 6. Februar 1879 in Västerås, Västmanland; gestorben am 7. Mai 1951 in Gävle, Gävleborgs län) war eine schwedische Malerin und Kunstgewerblerin.

Leben

Hahr war eine Tochter des Adolf Robert August Hahr (15. September 1835 – 10. Juni 1923) und dessen Frau Ragnhild Hilma Theresia (geborene Ljung, adoptierte Lindström; 12. Juli 1840 – 8. Mai 1899) und eine jüngere Schwester des Kunsthistorikers August Hahr und des Architekten Erik Hahr. Sie besuchte die Mädchenschule in Västerås und anschließend von 1898 bis 1902 die Höhere Kunstindustrieschule in Stockholm sowie 1903 die Glasgow School of Art. Sie erhielt zweimal ein Reisestipendium und unternahm von 1903 bis 1905 Studienreisen in die Niederlande, nach Belgien, England und nach Paris. Zu ihren Werken zählen Aquarelle und Miniaturen, die sie in Stockholm, Göteborg und anderen Städten ausstellte. Hahr war Mitglied des Verbandes Schwedischer Künstler und von 1903 bis 1904 Leiterin von Sommerspielkursen in Nääs. Seit 1912 war sie Vorstandsmitglied des Handwerksverbandes Gästrikland. Nach ihrer Vermählung im Jahr 1905 war sie unter dem Namen „Mattis Hahr-Grundell“ oder „Mattis Grundell“ bekannt und ließ sich in Gävle nieder. Nachdem Hahr-Grundell sich zunächst im Bereich des Kunsthandwerks und dem Möbeldesign betätigt und an Ausstellungen teilgenommen hatte, wandte sie sich der Malerei zu. Anfangs fertigte sie Bildnisse in Öl, bevorzugte jedoch bald die Aquarellmalerei. Einige ihrer Miniaturporträts waren 1929 in einer Ausstellung in der Kunstgalerie Gummeson in Stockholm zu sehen. 1942 gab es eine Sonderausstellung im Museum in Gävle und eine weitere zu ihrem Gedenken im Jahr 1954. Dort wurden neben Email- und Metallarbeiten Mustervorlagen für Textilien, Bildnis- und Blumenminiaturen gezeigt. Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter und deren Ehemann im Jahr 1946 nahm sie ihren verwaisten Neffen Björn zunächst für zwei Jahre bei sich auf. Er besuchte seine Großeltern auch später regelmäßig im Sommer.

Familie

Seit dem 7. Oktober 1905 war sie mit dem Major Oscar Petrus Grundell (12. Oktober 1872 – 15. Mai 1961) verheiratet, mit dem sie drei Kinder hatte:

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Nils Styrbjörn Lundström: Hahr Grundell, Julia Mathilda (Mattis), fru, Gävle. In: Svenska kvinnor i offentlig verksamhet : porträtt och biografier. 1924, S. 136 (schwedisch, runeberg.org).
  2. ↑ Eva Håkansson: Mattis Hahr-Grundell – en mångsidig konstnär. In: Kvinna och konstnär. Rapport från studiecirkel om kvinnors konst ht 2010. Uppsala 2011, S. 13–16 (schwedisch, usu.se PDF).
  3. ↑ Nannfeldt, Johan Axel (John Axel) Frithiof. In: Karin Nordquist (Hrsg.): Vem är det. Svensk biografisk handbok 1943. 16. Jg. P. A. Norstedt & Söners Förlag, 1942, ISSN 0347-3341, S. 594 (schwedisch, runeberg.org).
  4. ↑ Nils Lundqvist: Johan (John) Axel F Nannfeldt. In: Svenskt Biografiskt Lexikon. Band 26, S. 378 (schwedisch, sok.riksarkivet.se).
  5. ↑ Kronprinsessan Margareta digitaltmuseum.se.
  6. ↑ Allan Söderhjelm digitaltmuseum.org.
Personendaten
NAME Hahr, Julia Mathilda
ALTERNATIVNAMEN Hahr, Julia Matilda; Hahr, Mattis; Grundell, Julia Mathilda (Ehename); Grundell, Mattis; Hahr-Grundell, Mattis
KURZBESCHREIBUNG schwedische Malerin und Kunstgewerblerin
GEBURTSDATUM 6. Februar 1879
GEBURTSORT Västerås, Västmanland
STERBEDATUM 7. Mai 1951
STERBEORT Gävle, Gävleborgs län