Julius Schrader, Sohn des 1811–1836 in Berlin, später in München tätigen Malers, Kopisten und Restaurators Antonio Schrader, besuchte von 1830 bis 1832 die Berliner Akademie. An der Düsseldorfer Akademie setzte er 1837 bis 1844 sein Studium unter Friedrich Wilhelm von Schadow fort. Nach Abschluss der Akademie blieb er in Düsseldorf und wurde durch Bildnisse und Historiengemälde wie das Bild Vergiftungsversuch an Kaiser Friedrich II. bekannt.
1847 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, 1852 zum Professor ernannt und 1853 Senatsmitglied.
Nach seiner Rückkehr nach Berlin widmete er sich vor allem der Historienmalerei und war in den 1850er Jahren an der Ausmalung des Neuen Museums beteiligt. Von 1856 bis 1892 war Julius Schrader als Lehrer an der Berliner Akademie tätig, ab 1875 an der neu gegründeten Akademie der bildenden Künste.
Mit Historienbildern, die Julius Schrader ab 1844 auf Berliner Ausstellungen zeigte, wurde seine Kunst wegen des „belgischen Kolorits“ gerühmt und in der Nachfolge der Malerei von Peter Paul Rubens und Anthonis van Dyck rezipiert. Er starb am 16. Februar 1900 in Groß-Lichterfelde bei Berlin.