Das Dorf wird von der Landesstraße L1066 erschlossen und im Osten führt die Weinviertler Schnellstraße am Ort vorüber. Durch die Lage am Gmoosbach kam es früher manchmal zu Überschwemmungen, jedenfalls waren die Böden eher sumpfig, berichtete Schweickhardt. Daher wurde der Gmoosbach im 20. Jahrhundert reguliert. Die Ortschaft umfasst 138Adressen.
Geschichte
Das früher Chelchdorf genannte Dorf, das vermutlich nach einem Mann namens Chelch benannt wurde, scheint erstmals in der Einweihungsurkunde der Kirche Wullersdorf auf, deren Einweihung im Jahr 1108 erfolgte.
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es ist unklar, was mit Professionisten gemeint ist. Zeitüblich ist eine Übersetzung als Handwerker naheliegend. Die Bewertungen Schweickhardt: »ausreichend bestiftet« und »mit wenig Eifer« werden unhinterfragt übernommen.
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Die Bewohner waren laut Schweickhardt teils Bauern und teils Professionisten. Die ausreichend bestifteten Landbauern erwirtschafteten auf ihren guten Ackerböden zumeist Korn, Weizen, Hafer und daneben auch Gerste. Ebenso nicht unbedeutend war der Obst- und Weinbau, nur die Viehzucht wurde mit wenig Eifer betrieben. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 69 Häusern genannt, das nach Wullersdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Guntersdorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Guntersdorf, Immendorf, Mailberg und Wollersdorf sowie den Dominikanern in Retz.
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die Geschichte der ehemaligen Gemeinde bis 1969 (Bürgermeister, Wahlen, …) fehlt komplett.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Kalladorf ein Gastwirt, drei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin, ein Schuster und zahlreiche Landwirte ansässig.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1969 vereinigten sich die damaligen Ortsgemeinden Kalladorf, Roggendorf, Schalladorf und Wullersdorf; die neu gebildete Gemeinde erhielt den Namen Wullersdorf.
Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S.298 (Ausgabe 1769; Kallendorfin der Google-Buchsuche).
Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Herzogbirbaum bis Kammersdorf. Mechitaristen, Wien 1834, S.112 (Kalladorf – Internet Archive).
Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 29, Sektion Ober Hollabrunn, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,5 MB]).
↑Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822,S.340f (Kalladorfin der Google-Buchsuche).