Kallenfels Stadt Kirn | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 49° 48′ N, 7° 26′ O | |
| Höhe: | 227 (191–386) m ü. NHN | |
| Einwohner: | 420 (1. Sep. 2009)[Ohne Beleg] | |
| Eingemeindung: | 7. Juni 1969 | |
| Postleitzahl: | 55606 | |
| Vorwahl: | 06752 | |
Lage von Kallenfels in Rheinland-Pfalz | ||


Kallenfels (amtliche Schreibweise bis 6. Dezember 1935: Callenfels) ist ein Stadtteil von Kirn in der Verbandsgemeinde Kirner Land im Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz. Bis 1969 war Kallenfels eine eigenständige Gemeinde.
Kallenfels liegt am linken Ufer des Hahnenbachs im südlichen Hunsrück. Direkt südöstlich des Ortes liegt Kirn, im Nordwesten Hahnenbach, im Norden befinden sich Oberhausen und Hennweiler, im Westen Griebelschied und im Südwesten Bergen.
Zum Stadtteil gehören auch der Wohnplatz Kallenfelser Hof.
Die Straßenbezeichnungen in Kallenfels lauten: Alter Kirner Weg, Burgweg, Dambachweg, Eulenweg, Im Brühl, Im Eck, Im Freihaus, Kallenfelser Hof, Kallenfelser Straße, Klapperfloß, Kunobrücke, Nachtigallenweg, Schloßstraße und Schützenweg.
Um das Jahr 1150 entstanden oberhalb des heutigen Ortes die Burganlagen Stein, Kallenfels und Stock im Hahne. Die Burg oder Schloss Stein entstand auf der oberen Felskuppe. Das Schloss Kallenfels (Kaldenfels) lag 80 Fuß unter der Feste Stein. Weiter unterhalb entstand der Stock im Hahne, ein Wohnhaus mehr ein turmartiges Gebäude zur Verteidigung des unterhalb liegenden Weges als zur Ritterwohnung bestimmt.
Die ersten Bewohner waren die Familie von Stein, in lateinischen Urkunden meistens de Lapide, seltener de Petra genannt.
Die Linie derer von und zu Stein Kallenfels erlosch mit dem Tod von Philipp Heinrich Freiherr von und zu Stein Kallenfels am 8. April 1778 in Meisenheim. Er wurde am 11. April abends um 11 Uhr in der Kirche zu Abtweiler beerdigt. Mit seinem Tod erlosch ein Rittergeschlecht, das wohl zu den ältesten der Gegend gehörte. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kallenfels zum Amt Wartenstein, in der Franzosenzeit zur Mairie Kirn im Saardépartement (1798–1814) und von 1816 an zur preußischen Bürgermeisterei Kirn (1927 umbenannt in Amt Kirn-Land). Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde die Gemeinde am 7. Juni 1969 der Stadt Kirn eingemeindet.
Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Kallenfels mit zu diesem Zeitpunkt 505 Einwohnern, zusammen mit Kirn-Sulzbach, nach Kirn eingemeindet.
Kallenfels ist als Ortsbezirk ausgewiesen und wird von einem Ortsbeirat und einem Ortsvorsteher politisch vertreten.
Der Ortsbeirat von Kallenfels besteht aus sieben Mitgliedern (ein Sitz seit 2024 unbesetzt) *, die bei der Kommunalwahl am 26. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsvorsteherin als Vorsitzender.
Die Sitzverteilung im gewählten Ortsbeirat:
| Wahl | SPD | CDU | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 2024 | per Mehrheitswahl | 7 / 6 * Sitze | |
| 2019 | 5 | 2 | 7 Sitze |
Michaela Bickler (Wählergruppe Bickler) wurde am 28. August 2024 Ortsvorsteherin von Kirn-Kallenfels. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war sie als einzige Bewerberin mit einem Stimmenanteil von 75,0 % für fünf Jahre gewählt worden.
Bicklers Vorgänger Bernd Ulrich (SPD) hatte das Amt 2014 übernommen und war bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit 69,18 % in seinem Amt bestätigt worden. Bei der Wahl 2024 trat er nicht erneut an.
Der Steinkallenfels, die Ruine einer Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert, ist als Denkmalzone ausgewiesen. Als Einzeldenkmäler benannt sind unter anderem die Evangelische Kirche, ein neugotischer Bruchsteinbau aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sowie das ehemalige Schulhaus, bezeichnet 1895.
Der Stadtteil liegt an der Landesstraße 182.