

Karawai (auch korovai) ist ein Hochzeitsgebäck, das im slawischen Raum üblich ist. Das Gebildbrot wird aus feinem Hefeteig hergestellt und reich mit symbolhaften Teigfiguren verziert, die dem Brautpaar Glück, Reichtum und Kindersegen bescheren sollen.
Der Brauch ist von den Hochzeiten der Zaren seit dem 16. Jahrhundert überliefert, wo solche Gebäcke zahlreich aufgetragen wurden.
Nach alter Tradition gilt der Karawaj als geweihtes Brot und wird am Abend vor der Trauung begleitet von Glück wünschenden Gesängen gebacken. Am Hochzeitstag wird es bei der Zeremonie vor dem Brautpaar (an diesem Tag „Fürst und Fürstin“) aufgestellt, später in Anwesenheit des Starost aufgeschnitten und die Stücke an die Gäste verteilt.