Karen Radner

Karen Radner (* 1972) ist eine österreichische Altorientalistin.

Leben

Radner studierte altsemitische Philologie und orientalische Archäologie an der Universität Wien, mit Studienaufenthalt an der Freien Universität Berlin (1993–1994). Sie erwarb summa cum laude den Magister 1994 und wurde 1997 in Wien summa cum laude und Sub auspiciis promoviert. Sie arbeitete anschließend als Wissenschaftlerin an der Universität Helsinki (1997–1999), an der Universität Tübingen (1999), an der Universität München (1999–2005), wo ihr nach der Habilitation im November 2004 die Lehrbefähigung und im Januar 2005 die Lehrbefugnis erteilt wurde, und am University College London (2005–2015). Als Gastprofessorin und -dozentin lehrte sie an der Universität Verona (2005), an der Universität Innsbruck (2008), an der UCL Qatar, Doha (seit 2013), und an der Koç Üniversitesi, Istanbul (2015).

Seit August 2015 ist Radner Alexander von Humboldt-Professorin für die Alte Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität München. 2016 wurde sie zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, sowie zum Mitglied der Academia Europaea gewählt. Von 2016 bis 2019 leitete sie das Peshdar Plain Project im Osten des Irak mit Ausgrabungen der bisher kaum erforschten Ruinen von Qalat-i Dinka.

Sie ist seit 2017 ordentliches Mitglied des DAI und war stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI.

Für 2022 wurde Radner ein Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis zugesprochen.

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Akademiemitglied (Memento vom 5. September 2017 im Internet Archive).
  2. ↑ Eintrag auf der Internetseite der Academia Europaea