Karin Graf

Karin Graf (auch: Karin Graf-Sartorius, * 3. Dezember 1952 in Bergheim/Erft) ist eine deutsche Literaturagentin, Übersetzerin und Unternehmerin.

Leben und Wirken

Karin Graf war nach dem Studium der Germanistik als Journalistin tätig, sie prüfte etwa für den WDR neu erschienene Romane auf Verfilmbarkeit. Später arbeitete sie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem für den Rowohlt-Verlag und das Berliner Ensemble. Seit den Achtzigerjahren übersetzte sie zahlreiche erzählende Werke und Lyrik aus dem Englischen ins Deutsche.

1995 gründete sie in Berlin gemeinsam mit Heinke Hager die Literatur- und Medienagentur „Graf & Graf“, eine der ersten in Deutschland, die heute etwa 350 Autoren betreut und acht Mitarbeiter hat. Darunter finden sich zahlreiche Preisträger wie Robert Menasse, Katja Lange-Müller, Takis Würger, Péter Nádas, Maria Cecilia Barbetta, Terézia Mora, Karen Duve, Karl Schlögel, David Wagner und Kristof Magnusson. Die Sachliteratur hat neben der Belletristik einen ungefähr vierzigprozentigen Anteil am Agenturprogramm, die Filmrechte-Abteilung hat Renommee.

Karin Graf ist mit dem Schriftsteller Joachim Sartorius verheiratet; sie lebt in Berlin und Syrakus.

Auszeichnungen

Neben Stipendien des Deutschen Literaturfonds und der Rockefeller-Stiftung erhielt sie 1990 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis sowie 1998 gemeinsam mit ihrem Ehemann den von der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung verliehenen Paul Scheerbart-Preis für Lyrikübersetzungen. 2023 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihre Verdienste für den deutschsprachigen Literaturbetrieb verliehen.

Herausgeberin folgender Werke

Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ siehe Langinterview „Im Gespräch“ Dlf Kultur 27. Oktober 2020
  2. ↑ Literaturagentin Karin Graf : Manche Autoren werden Hartz IV beantragen müssen, berliner-zeitung.de vom 31. Mai 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020.
  3. ↑ Ronald Düker: Ich bin immer da!. In: Die Zeit, Nr. 37, 3. September 2020, S. 47
  4. ↑ Agentur Graf & Graf — Aktuelles — wir gratulieren (2023). In: agenturgraf.de. Abgerufen am 3. Juni 2024: „Kristof Magnusson, Rompreis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo“
  5. ↑ Bekanntgabe der Ordensträgerinnen und Ordensträger. In: Der Bundespräsident. Bundespräsidialamt, 1. November 2023, abgerufen am 8. April 2025 (deutsch).