Karl Gustav Schmidt (meist Gustav Schmidt; * 5. Februar 1829 in Duderstadt; † 2. Januar 1892 in Halberstadt, Provinz Sachsen) war ein deutscher Gymnasialdirektor und Regionalhistoriker in Halberstadt.
Da sein Vater früh verstarb, kam Karl Gustav Schmidt im Alter von zehn Jahren zu seinem Onkel, dem Schulrat Schmidt, nach Eisenach, wo er von 1839 bis 1846 das Martin-Luther-Gymnasium besuchte und das Abitur ablegte. Danach studierte Gustav Schmidt an der Georg-August-Universität in Göttingen und Universität in Berlin Philologie. 1855 wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert.
Gustav Schmidt arbeitete anschließend als Lehrer an verschiedenen Gymnasien, bevor er 1871 zum Direktor des Domgymnasiums Halberstadt berufen wurde, das er bis 1891 leitete.
Gustav Schmidt war Mitglied des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde und der Historischen Kommission der Provinz Sachsen. Von 1860 bis 1866 war er Assessor in der Göttinger Akademie der Wissenschaften.
Einige Archivmaterialien, die von ihm im Halberstädter Domgymnasium gesammelt worden waren, kamen nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion. Sie werden heute als „Dokumentensammlung Gustav Schmidt“ in der Bibliothek der Moskauer Lomonossow-Universität aufbewahrt.
siehe auch Digitalisate
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmidt, Karl Gustav |
| ALTERNATIVNAMEN | Schmidt, Gustav |
| KURZBESCHREIBUNG | Gymnasialdirektor in Halberstadt und Regionalhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 5. Februar 1829 |
| GEBURTSORT | Duderstadt |
| STERBEDATUM | 2. Januar 1892 |
| STERBEORT | Halberstadt, Provinz Sachsen |