Karl Hesse (Musiker)

Karl Eugen Georg Hesse (* 25. Oktober 1897 in Mannheim; † 27. November 1978 in Berkeley, Alameda County, Kalifornien, USA) war ein deutscher Violoncellist und Musikpädagoge.

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Mannheimer Hofmusikus’ Richard Hesse und der Schauspielerin Charlotte Hesse geborene Bensberg. Nach dem Schulbesuch nahm er eine musikalische Ausbildung zunächst beim Konzertmeister Müller in Mannheim und danach bei Professor Klengels auf. Ab 1917 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Nach Rückkehr aus dem Krieg 1918 wurde er Solocellist am Staatstheater in Freiburg im Breisgau. 1921 wechselte er als Erster Solocellist an das Konzertvereins-Orchester nach München und 1922 als Solocellist an das Städtische Orchester nach Köln. Dort erfolgte seine Ernennung zum Konzertmeister der Gürzenich-Konzerte. Gleichzeitig spielte er als Cellist im Gürzenich-Quartett und war Lehrer am Konservatorium in Köln.

Im Spätsommer 1926 wechselte Hesse nach Sachsen, wo er Solocellist und Erster Konzertmeister bei der Sächsischen Staatskapelle in Dresden wurde. In Dresden trat er 1937 am Violoncello auch im Streichtrio mit Jan Dahmen (Violine) und Georg Seifert (Viola) auf.

Er ließ sich 1938 von seiner jüdischen Frau Eva Hesse geborene Lippmann scheiden, um so seine Stelle in der Staatskapelle zu sichern. Im November 1943 trat er noch im Jan-Dahmen-Quartett in Dresden auf. Letztendlich wählte er selbst den Weg der Emigration und siedelte in die USA über, wo er zuletzt im San Francisco Symphony Orchestra als Violincellist spielte.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Sächsische Volkszeitung vom 3. Oktober 1926, S. 3 (Digitalisat).
  2. ↑ Der sächsische Erzähler. Bischofswerdaer Tageblatt vom 16. November 1937, S. 9 (Digitalisat).
  3. ↑ Dresdner Neueste Nachrichten vom 8. Januar 1943, S. 3 (Digitalisat)
Personendaten
NAME Hesse, Karl
ALTERNATIVNAMEN Hesse, Karl Eugen Georg (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Cellist und Musikpädagoge
GEBURTSDATUM 25. Oktober 1897
GEBURTSORT Mannheim
STERBEDATUM 27. November 1978
STERBEORT Berkeley