Karl Ketterer (* 1. Juli 1911 in Belfort, Frankreich; † 22. Juni 1977 in St. Pölten, Österreich; heimatberechtigt in Elgg und Winterthur) war ein Schweizer Politiker (LdU).
Karl Ketterer war der Sohn des Karl Friedrich Ketterer und der Ida Ketterer, geborene Kast. Während des Ersten Weltkriegs zog seine Familie zurück nach Winterthur. 1936 heiratete er Gertrud Signer aus Stein (AR).
Er machte eine Ausbildung als Maschinenzeichner bei Gebrüder Sulzer und studierte anschliessend am Technikum Winterthur.
Ketterer war überzeugter Abstinenzler und engagierte sich bei der alkoholfreien Obstverwertung, in der Volksbildungsarbeit, als Gewerbelehrer, als Leiter eines Lehrlingsheims sowie als Geschäftsführer der Wohnbauförderung. Ab 1950 arbeitete er beim Migros-Genossenschaftsbund, u. a. während vier Jahren als Leiter der Migros-Türk in Istanbul. Im Juni 1958 wurde er zum ersten Präsidenten der Verwaltung der neu gegründeten Genossenschaft Migros Winterthur gewählt. Von 1970 bis 1977 war er Leiter der Stiftung Kirchlicher Sozialdienst Zürich.
Von 1942 bis 1957 sass Ketterer im Gemeinderat von Winterthur, welchen er 1952/1953 präsidierte. Von 1947 bis 1967 war er Mitglied des Zürcher Kantonsrats. Von 1968 bis 1970 war er Mitglied des Stadtrats von Winterthur und dort Vorsteher des Fürsorge- und Waisenamts. 1966 rückte er für Sigmund Widmer in den Nationalrat nach, wo er bis 1975 amtierte.
Im Juni 1977 starb er im Spital von St. Pölten im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer Lungenembolie.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ketterer, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (LdU) |
| GEBURTSDATUM | 1. Juli 1911 |
| GEBURTSORT | Belfort |
| STERBEDATUM | 22. Juni 1977 |
| STERBEORT | St. Pölten |