Karl von Mosengeil

Bernhard Karl Georg von Mosengeil (* 25. Mai 1840 in Meiningen; † 11. März 1900 in Bonn) war ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer.

Leben

Herkunft und Werdegang

Karl von Mosengeil war ein Sohn aus der ersten Ehe von Julius Mosengeil mit Marie von Charpentier (1811–1840).

Er studierte erst Bergbau in Breslau, Berlin und Heidelberg und schloss das Studium 1862 in Heidelberg mit einer Promotion an der philosophischen Fakultät ab.

Anschließend studierte er in Bonn und Berlin Medizin und war dort Schüler von Bernhard von Langenbeck und Friedrich Busch. 1868 promovierte er in Berlin und lehrte dort von 1870 an als Dozent. Ab 1875 war er mit dem Titel Geheimer Medizinalrat in Bonn im Bereich der Chirurgie tätig.

Von Mosengeil veröffentlichte eine Vielzahl von wissenschaftlichen Abhandlungen.

Er war von 1870 bis zu seinem Tode Herr von Burg Lengsfeld. Sein Schwiegersohn Otto Bender wurde anschließend Herr von Burg Lengsfeld.

1871 bis 1880 stand er u. a. in Briefkontakt mit Ludwig Karl Aegidi und war 1887 auf dem International Medical Congress.

Im November 1897 erkrankte von Mosengeil schwer und erholte sich davon nicht mehr.

Leistungen

Durch die Arbeiten des Amsterdamer Arztes Johann Georg Mezger angeregt führte er die Massage in Verbindung mit schwedischer Heilgymnastik in seine Behandlungen und Lehre mit ein, schaffte diese basierend u. a. auf einer Verbesserung des Blutstroms in den Venen wissenschaftlich mit verschiedenen Experimenten zu begründen und konnte diese Kombination damit erfolgreich etablieren.

Er probierte auch Massageöl für seine Behandlungen aus.

Familie

Er war verheiratet mit Helene Prym (1851–1917), Tochter von Richard Prym, und hatte vier Kinder:

  1. Herta Marie von Mosengeil (* 1878), verheiratet mit Otto Bender (Professor für Orthopädie und Anatomie in München)
  2. Maria von Mosengeil (1880–1965), verheiratet mit Hermann Pauly
  3. Margaretha Elisabeth von Mosengeil (1881–1961), verheiratet mit Alfred Mannesmann
  4. Kurt Rudolf Friedrich von Mosengeil

Trivia

Sein Grabmal stammt von Carl Wilhelm Schleicher.

Seine Witwe bewohnte von 1901 bis 1904 das Gutshaus Marxhagen.

Werke (Auswahl)

Lebensläufe

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Heidelbergische Jahrbücher der Literatur. Mohr & Zimmer, 1862 (google.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
  2. ↑ Carl E. Bach: "Im Tullifeld". Naumann, 1897 (google.de [abgerufen am 3. Januar 2018]).
  3. ↑ Brief von Karl von Mosengeil an Ludwig Karl Aegidi. Abgerufen am 2. Januar 2018.
  4. ↑ George Frederick Shrady, Thomas Lathrop Stedman: Medical Record. W. Wood., 1887 (google.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
  5. ↑ Bibliographische Zeitschrift für Naturwissenschaften und Mathematik. W. Junk, 1900 (google.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
  6. ↑ Ludwig Darmstaedter, René Du Bois-Reymond, Carl Schaefer: Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-43152-8 (google.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
  7. ↑ Brief von Karl von Mosengeil an Chemische Fabrik Benno Jaffé & Darmstaedter. Abgerufen am 2. Januar 2018.
  8. ↑ Thomas Roeb: Carl Wilhelm Schleicher 1857-1938: Leben und Werk eines Architekten des Historismus. Mainz, 2006, ISBN 978-3-86130-818-8 (google.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
  9. ↑ Jörg Matuschat, Ilka Zander: Guts- & Herrenhäuser / Gutshäuser - M / Marxhagen. Abgerufen am 3. Januar 2018 (deutsch).
  10. ↑ Berliner klinische Wochenschrift. August Hirschwald., 1875 (google.de [abgerufen am 2. Januar 2018]).
Personendaten
NAME Mosengeil, Karl von
ALTERNATIVNAMEN Mosengeil, Bernhard Karl Georg von (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mediziner und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 25. Mai 1840
GEBURTSORT Meiningen
STERBEDATUM 11. März 1900
STERBEORT Bonn