Von 1998 bis 2003 war Wildberger Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, von 2011 bis 2012 war er dort Partner und Managing Director. Bei den Telekommunikationsunternehmen T-Mobile, Vodafone und Telstra bekleidete er internationale Führungspositionen. Bei Telstra verantwortete er als Vorstand die Retail- und Serviceorganisationen, die Produktentwicklung, die digitale Transformation sowie das Privat- und Geschäftskundensegment. Vom 1. April 2016 bis 31. Juli 2021 war Wildberger Mitglied des Vorstands der E.ON SE. Im Vorstand war er unter anderem für Vertrieb, Marketing, Kundenlösungen, digitale Transformation und IT zuständig. Er verantwortete den Absatz von Strom und Gas an über 50 Millionen Kunden sowie die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen.
Vom 1. August 2021 bis 5. Mai 2025 war Wildberger Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG sowie Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding GmbH. Damit war er für rund 1000 Filialen von Media Markt und Saturn europaweit zuständig.
Wildberger war Vorsitzender der Bundesfachkommission Energiepolitik und stellvertretender ehrenamtlicher Vorsitzender der Lobbyorganisation Wirtschaftsrat der CDU. Am 5. Mai 2025 gab er seine unternehmerische Tätigkeit auf, um das Amt des Bundesministers für Digitales und Staatsmodernisierung im Kabinett Merz am 6. Mai 2025 zu übernehmen. Auch sein Amt im Verein Wirtschaftsrat der CDU legte er nieder, blieb aber einfaches Mitglied des Präsidiums. Er war zwar zum Zeitpunkt seiner Ernennung zum Minister parteilos, nur wenige Tage später wurde jedoch bekannt, dass er der CDU beigetreten ist.
Als Digitalminster begann seine Amtszeit zunächst mit dem Aufbau seiner neuen Behörde. Wildberger äußerte sich zum Thema Künstliche Intelligenz mit Zuversicht und mahnte, Deutschland dürfe den Anschluss an führende KI-Entwickler, wie die Vereinigten Staaten und China nicht verlieren. Im Zusammenhang mit möglichen Produktivitätsgewinnen durch KI zeigte sich Wildberger auch offen für Ideen wie das Bedingungslose Grundeinkommen, um den Wegfall an Beschäftigung auszugleichen.
Kontroversen
Im Juni 2026 wurde bekannt, dass Wildberger bei Gastbeiträgen in Zeitungen „zum überwiegenden Teil“ bzw. „fast vollständig“ auf maschinell generierte Texte (KI) zurückgriff, ohne die KI-Nutzung gegenüber den Zeitungen anzugeben. Wildberger räumte per Sprecher die KI-Nutzung ein und erklärte, er habe eine Deklarierung nicht für nötig befunden. Er betrachte KI „als unterstützendes Arbeitsmittel […] über dessen Nutzung man nicht anders Rechenschaft ablegt als über Textverarbeitung, Recherche-Tools oder redaktionelle Unterstützung.“ Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nahm Wildbergers Artikel darauf von ihrer Website; das Handelsblatt ergänzte einen anderen Artikel nach temporärer Löschung um den Hinweis, dass der Beitrag mithilfe von KI entstanden war.
Maria Fiedler, Marcel Rosenbach:»Ich war plötzlich auf Seiten, auf denen ich nichts mehr verstanden habe«. In: Der Spiegel. Nr.43, Oktober 2025, ISSN0038-7452, S.28–30 (bund.de– Interview 2025).
Tight-Binding-Korringa-Kohn-Rostoker-Methode und Grenzflächenreflektivität in magnetischen Schichtsystemen. DNB953673499, Reportnummer: Jül 3463 (Zugl.: Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 1997).
Elektronische Struktur von Punktdefekten an Oberflächen. (Aachen, Techn. Hochsch., Diplomarbeit, 1995).
↑25 Jahre Albertus-Magnus-Gymnasium, Festschrift, 1992, Hrsg. Ernst Tomberg, S. 116 ("Abiturientia 1989").
↑K. Wildberger, R. Zeller, P. H. Dederichs:Screened KKR-Green's-function method for layered systems. In: Physical Review B. Band55, Nr.15, 15.April 1997, S.10074–10080, doi:10.1103/PhysRevB.55.10074.