Katharina () ist ein weiblicher Vorname. Es handelt sich um die latinisierte Form des griechischen Namens Αἰκατερίνα Aikaterina oder Αἰκατερίνη Aikaterinē.
Die Herkunft des Namens ist umstritten.
In der Zeit des frühen Christentums wurde der Name mit dem griechischen καθαρός katharós mit der Bedeutung „rein, pur“ in Verbindung gesetzt und auch die Schreibweise des Lateinischen von Caterina zu Catharina geändert.
Eine weite Verbreitung fand der Name durch die heilige Katharina von Alexandrien im 3./4. Jahrhundert. Durch die Kreuzritter wurde der Name nach Westeuropa gebracht. Seit dem Mittelalter ist der Name Katharina in Deutschland weit verbreitet. Er gehört zu den wenigen Vornamen, die seit 1890 ununterbrochen zu den 140 beliebtesten Namen in Deutschland gehörten. Ende des 19. Jahrhunderts war der Name mäßig beliebt, seine Häufigkeit nahm dann bis Anfang der 1940er Jahre kontinuierlich ab. Ab da ist ein zunächst mäßiger, ab Mitte der 1970er Jahre starker Anstieg seiner Verbreitung zu verzeichnen. Ende der 1980er Jahre war der Name einige Male sogar der häufigst vergebene weibliche Vorname in Deutschland.
In der Schweiz kommt der Name seit 1930 jedes Jahr in der Namensgebung vor. Von 1930 bis 1990 gehörte er fast immer zu den Top-100, zwischen 1939 und 1960 sogar zu den Top-20. Seit Anfang der 1990er Jahre hat seine Beliebtheit stark nachgelassen. Von 1930 bis 2023 wurde der Name rund 18.300 Mal vergeben. Der Name kommt in Österreich seit 1984 regelmäßig in der Namensgebung vor. Von 1986 bis 2009 lag er dauerhaft in den Top-10. Seitdem hat seine Beliebtheit nachgelassen. Im Jahr 2023 belegte er Rang 31. Von 1984 bis 2023 wurde der Name circa 26.500 Mal vergeben.
Der Name wird in Frankreich seit Mitte der 1960er Jahre fast jährlich bei der Namenswahl berücksichtigt. Er gilt aber als nur mäßig beliebt und wurde in den letzten 10 Jahren rund 70 Mal gewählt. In Belgien befand sich der Name von 1995 bis Mitte der 2010er Jahre fast jedes Jahr in den Vornamenscharts, er wurde aber in einem geringen Volumen gewählt. Der Name befindet sich in den Niederlanden seit 1930 jährlich in den Hitlisten, wobei er nur mäßig populär ist.
In den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden wird der Name regelmäßig vergeben, er gilt als mäßig beliebt.
Im Vereinigten Königreich tauchte der Name von 1996 bis 2011 fast jährlich in den Hitlisten auf, er gilt aber als nur mäßig beliebt. Der Name befand sich in Irland von 1964 bis 2023 alljährlich in den Vornamenscharts. Seine Vergabe ist auch in Liechtenstein und Polen nachgewiesen.
Der Name befand sich in den USA in den 1880er Jahren zeitweise in den Top-1000 der Hitlisten. Ansonsten wird der Name seit Ende der 1940er Jahre jedes Jahr vergeben, jedoch in einem geringen Umfang. In Kanada kommt der Name seit 1980 regelmäßig in der Namensgebung vor, er wird aber nicht sehr häufig vergeben.
Die männliche Entsprechung (lat. Catharinus) erscheint nur in der Verbindung mit einem eindeutig männlichen ersten Vornamen (etwa Barthélemy-Catherine).
Traditioneller Namenstag für Frauen mit dem Vornamen Katharina ist der 25. November, der Gedenktag der hl. Katharina von Alexandrien. Als weitere Namenstage kommen in Frage:
Zu weiteren Gedenktagen siehe heilige Katharina.