Kaukolikai

Kaukolikai
Staat: Litauen Litauen
Bezirk: Klaipėda
Gemeinde: Rajongemeinde Skuodas
Amt: Amtsbezirk Aleksandrija
Koordinaten: 56° 14′ N, 21° 43′ OKoordinaten: 56° 14′ N, 21° 43′ O
Einwohner (Ort): 203 (2021)
Zeitzone: EET (UTC+2)
 
Status: Dorf
 
Kaukolikai (Litauen)
Kaukolikai (Litauen)
Kaukolikai
Ortseinfahrt von Kaukolikai
Ehemaliges Kulturhaus im Dorfzentrum
Ehemalige Schule von Kaukolikai

Kaukolikai ist ein Dorf in der Rajongemeinde Skuodas im Nordwesten von Litauen. Es liegt an der Straße von Barstyčiai nach Skuodas, etwa zwölf Kilometer südöstlich der Stadt Skuodas. Das Dorf befindet sich im Gebiet des Apuolė‑Landschaftsschutzgebiets. Durch Kaukolikai fließen die Luoba und ihr linker Nebenfluss Šata. Über die Luoba führt die Brücke von Knežė. Im Ort steht die St.-Ansgar-Kapelle.

Etymologie

Der Ortsname „Kaukolikai“ wird in lokalen Erzählungen mit historischen Kriegsereignissen in Verbindung gebracht. Während der Kämpfe mit den Schweden um die Burg von Apuolė sollen zahlreiche Menschen gefallen sein. Die Toten seien lange Zeit nicht bestattet worden, sodass überall Knochen und Schädel gelegen hätten. Daraus soll sich der Name des Dorfes entwickelt haben. Andere Überlieferungen führen den Namen auf ein massenhaftes Sterben während einer Pestepidemie zurück.

Geschichte

Nördlich des Dorfes, in der Nähe des Burgbergs von Apuolė, befinden sich Gräberfelder aus dem 10. bis 14. Jahrhundert.

Von 1902 bis 2007 bestand in Kaukolikai eine Schule. Während der Sowjetzeit war das Dorf von 1950 bis 1993 das Zentrum des Kolchos „Apuolė“. Im Jahr 1957 wurden eine Bibliothek und ein medizinischer Punkt eingerichtet. Im ehemaligen Kulturhaus befindet sich heute die katholische St.-Ansgar-Kapelle. Es gibt einen Friedhof.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl von Kaukolikai hat sich im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts mehrfach verändert. Im Jahr 1902 lebten 299 Menschen im Dorf, 1923 waren es 444. 1959 wurden 382 Einwohner gezählt, 1970 waren es 358 und 1979 noch 299. Im Jahr 1989 stieg die Zahl auf 360, sank jedoch bis 2011 auf 285 und betrug 2021 schließlich 203 Einwohner.

Persönlichkeiten

Literatur

Quellen

  1. ↑ Friedhof
Commons: Kaukolikai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien