| Burgstall Fahr | ||
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An der Stelle der Burg steht heute das Haus Kaulberg 1 | ||
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Volkach-Fahr, Schloßberg | |
| Entstehungszeit | unklar | |
| Burgentyp | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand | abgegangen, durch Privathaus ersetzt | |
| Ständische Stellung | Ministeriale | |
| Geographische Lage | 49° 53′ N, 10° 10′ O | |
| Höhenlage | 201 m ü. NHN | |
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Der Burgstall Fahr bezeichnet eine abgegangene Höhenburg auf 201 m ü. NHN im Volkacher Stadtteil Fahr im unterfränkischen Landkreis Kitzingen in Bayern. Heute befindet sich an der Stelle der Burg ein denkmalgeschütztes Bauwerk mit der Adresse Kaulberg 1.
Der ehemalige Adelssitz liegt im Norden des Fahrer Altortes. Historisch war die im 19. Jahrhundert abgebaute Ortsbefestigung in den Adelssitz einbezogen. Die ehemalige Anlage liegt an einer Kreuzung der Straßen Kaulberg und Schloßberg, wobei der Straßenname Schloßberg direkt auf die historischen Baulichkeiten vor Ort verweist. Im Süden schließt sich der historische Ortskern entlang der Blütenstraße an, westlich fließt der Main in einiger Entfernung an der Stelle vorbei.
Die für Fahr in den Quellen nachgewiesene Burganlage ist historisch eng mit dem Ministerialengeschlecht verbunden, das hier seinen Sitz hatte. Das niederadelige Geschlecht der Ritter von Fahr wurde ab dem 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Sie dienten als Lehensmänner der Würzburger Fürstbischöfe und des Klosters Münsterschwarzach. Zuletzt wurde 1340 ein „Hermannus de Vare“ urkundlich genannt.
Wahrscheinlich handelte es sich bei dem Bau um das, neben der Johanneskirche, älteste Steinhaus des Dorfes. Ob der Burgstall schlossähnliche Strukturen aufwies, muss angesichts der vollständigen Zerstörung Spekulation bleiben. Heute wird die Stelle des Rittergutes von einem markanten Wohnhaus eingenommen. Es wurde im Jahr 1712 erbaut. Die Bewohner nutzten die bereits vorhandenen Fundamente und Kellergewölbe, um hier ein Barockgebäude zu errichten.
Das Haus Kaulberg 1 wird vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal geführt. Daneben sind die untertägigen Reste von Vorgängerbauten als Bodendenkmäler eingeordnet. Es präsentiert sich als zweigeschossiges Anwesen. Es wurde traufständig zur Straße hin errichtet und schließt mit einem Halbwalmdach ab. Der Barockbau weist geohrte Fenster- und Türrahmungen auf. Der Bau ist an der mainzugewandten Seite von alten Bruchsteinmauern umgeben.