| Burgstall Hohenfeld | ||
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| Staat | Deutschland | |
| Ort | Kitzingen–Hohenfeld–Flurlage „Stadelberg“ | |
| Entstehungszeit | 12. Jahrhundert | |
| Burgentyp | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand | abgegangen | |
| Ständische Stellung | Ministerialität | |
| Geographische Lage | 49° 43′ N, 10° 10′ O | |
| Höhenlage | 202 m ü. NHN | |
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Der Burgstall Hohenfeld bezeichnet eine abgegangene Höhenburg auf 202 m ü. NHN im Kitzinger Stadtteil Hohenfeld im unterfränkischen Landkreis Kitzingen in Bayern. Der Burgstall ist heute als Bodendenkmal Nr. D-6-6226-0177 im bayerischen Denkmalverzeichnis geführt.
Der Burgstall liegt nordöstlich der bebauten Fläche des Stadtteils Hohenfeld auf dem über den Ort hervorragenden Stadelberg. Von nordöstlicher Richtung kommend fließt der Main in einiger Entfernung an der Stelle vorbei. Er wird heute von der Staatsstraße 2271 und einer ebenfalls parallel verlaufenden Innerortsstraße begleitet. Weiter östlich befindet sich die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Bergkirche, die von einem Friedhof umgeben ist. Der Burgstall ist heute vom Dorf aus über einen Fußweg aus westlicher und über den Friedhofweg aus östlicher Richtung erreichbar.
Die Geschichte des Burgstalls ist eng mit der des Ortes verbunden. Hohenfeld wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Bereits kurze Zeit später tauchte auch ein nach dem Ort benanntes Adelsgeschlecht auf. So wurde 1148 ein Eberhardus de Hovelt als Zeuge in einer Urkunde aufgeführt. Im Jahr 1231 benannte sich Heinrich Fuchs aus dem weitverzweigten Adelsgeschlecht gleichen Namens nach Hohenfeld. Die Erwähnungen eines Ortsadels lässt indirekte Rückschlüsse auf einen Adelssitz im oder beim Ort zu.
Lediglich über die Nennungen einer Adelsfamilie im Dorf kann auf die Errichtung einer Burg in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts geschlossen werden. Wahrscheinlich handelte es sich um eine Rodungsburg, durch die angrenzende Areale nutzbar gemacht werden sollten. Besondere Bedeutung für die Rekonstruktion der Burgstelle hat der Flurname „Burgstadel“. Im Jahr 1617 schuf der Kartenmaler Moritz Stieber seine Chorographia, in der die Orte des „Fürstenthumbs Branndenburg in Francken“ zu sehen waren. Wahrscheinlich wurde in diesem Werk die Hohenfelder Burg als großes Gebäude oberhalb des Ortes dargestellt.
Spätestens mit dem Bau einer kleinen Kapelle im heutigen Hohenfelder Ortskern 1512 hatte sich die Siedlung talwärts verlagert, die Burg wurde nicht mehr gebraucht. In späteren Jahrhunderten waren von der Burg keine Überreste mehr zu sehen. Der Burgstall wird vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Bodendenkmal in der Liste der Bodendenkmäler in Kitzingen geführt. Im Gelände ist heute nur noch ein borgenförmiger Grabenteil sichtbar, vermutlich der Halsgraben als Absicherung zur Hochfläche nach Osten.
Rudi Krauß identifizierte in einem Aufsatz zur Geschichte der Burg auf dem Areal des Burgstalls Schilfpflanzen, die auf eine Quelle bzw. wasserführende Erdschicht hinweisen. Diese wäre die Voraussetzung für eine Ansiedlung auf der Höhe. Wahrscheinlich bestand der Bau aus einer Hauptburg und einer oder mehrerer Vorburgen. Eventuell erstreckte sich das Areal der Burg ursprünglich bis zur Bergkirche und könnte mit seiner Höhenlage den Ortsnamen Hohenfeld erklären.