Kay Kirchmann (* 12. Dezember 1961 in Opladen, heute Leverkusen) ist ein deutscher Medienwissenschaftler. Seit 2023 ist er Dekan der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Kay Kirchmann studierte von 1981 bis 1989 Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, daneben Germanistik und Anglistik in Köln. Bis 1992 arbeitete Kirchmann als freiberuflicher TV-Regisseur und Autor. 1990 drehte er für den WDR eine TV-Dokumentation über Pina Bausch und ihr Ensemble mit dem Titel Bilder – aus Stücken von Pina Bausch.
Ab Anfang der 1990er-Jahre beschäftigte er sich eingehend mit dem Thema Beschleunigung und Medialität – so auch in seiner 1998 veröffentlichten Dissertation Verdichtung, Weltverlust und Zeitdruck. Grundzüge einer Theorie der Interdependenzen von Medien, Zeit und Geschwindigkeit im neuzeitlichen Zivilisationsprozeß, die durch den Literatur- und Medienwissenschaftler Peter Gendolla betreut wurde. Dessen eigene Forschungen zur Geschichte der Zeitwahrnehmung brachten bei Kirchmann weitere Vertiefungen des Komplexes Temporalität mit sich, wie auch eine kritische Auseinandersetzung mit Paul Virilios Dromologie in der Monografie Blicke aus dem Bunker. Paul Virilios Zeit- und Medientheorie aus der Sicht einer Philosophie des Unbewußten zeigt. Seit 2004 ist er Professor für Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er seit 2013 den Lehrstuhl für Medienwissenschaft innehat. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Ästhetik, Geschichte und Theorie von Film und Fernsehen sowie der Wechselbeziehungen von Medien und Zeit(bewusstsein).
Monographien
Herausgeberschaften
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kirchmann, Kay |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Medienwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 12. Dezember 1961 |
| GEBURTSORT | Opladen, heute Leverkusen |