| Kettlasbrunn () Ortschaft Katastralgemeinde Kettlasbrunn | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Pol. Gemeinde | Mistelbach | |
| Koordinaten | 48° 33′ 41″ N, 16° 39′ 23″ O | |
| Höhe | 206 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 516 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 23,58 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 2192 | |
| Vorwahl | +43/02573 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05059 | |
| Katastralgemeindenummer | 15023 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Kettlasbrunn (31633 07[0]) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Kettlasbrunn ist eine Ortschaft sowie seit 1972 eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Mistelbach im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 516 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1971 war Kettlasbrunn eine eigenständige Gemeinde.
Kettlasbrunn liegt etwa 7 km östlich der Stadt Mistelbach nahe der Brünner Straße (B 7).
Das Dorf Kettlasbrunn liegt im Tale des Kettlasbaches und umfasst 281 Häuser und 540 Einwohner.
Am 14. Dezember 1055 wurde Kettlasbrunn zum ersten Male erwähnt (Govatisbrunnen), als ein edler Richwin, der sich an einem Aufstand gegen Kaiser Heinrich III. beteiligt hatte, seiner Lehen verlustig erklärt wurde. Dass die Gegend aber auch schon früher von Menschen begangen, vielleicht bewohnt wurde, zeigt ein 1901 aufgedecktes (Kelten-)Grab, in dem sich ein Tongefäß fand.
Der Ort litt im Laufe der Jahre im Vergleich zu anderen Siedlungen besonders stark unter den Folgen von Kriegen, Unwetterkatastrophen, Seuchen und Feuersbrünsten. An manche dieser Katastrophen erinnern heute noch Gedenktage und Wallfahrten, die frommen Gelöbnissen während dieser traurigen Zeiten ihren Ursprung verdanken. So wird seit dem Pestjahr 1613/14 das Fest des Heiligen Sebastian (Kirchenpatron) noch immer als Bet-, Buß- und Fasttag gehalten.
Im April 1945 herrschten in und um Kettlasbrunn erbitterte Kämpfe. Der Wald und die Ortschaft brannten teilweise ab. Täglich sollen ca. 300 russische und deutsche Soldaten im Kampfgebiet um Kettlasbrunn gefallen sein.
Mit 1. Jänner 1972 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Eibesthal, Frättingsdorf, Hörersdorf, Hüttendorf, Kettlasbrunn, Paasdorf und Siebenhirten mit Mistelbach an der Zaya fusioniert und dabei die entstehende Gemeinde auf Mistelbach umbenannt.


Im Ort besteht Weinbau.
In Kettlasbrunn befindet sich ein Kindergarten.