Die Bezeichnung bezieht sich auf die Erstautoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1972 durch den GöttingerKinderarzt Jürgen Keutel (ab 1977 Professor für Pädiatrische Kardiologie in Bonn) und Mitarbeiter 1972.
Verbreitung
Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang sind etwa 30 Betroffene beschrieben worden. Die Vererbung erfolgt vermutlich autosomal-rezessiv.
Ursache
Der Erkrankung liegen Mutationen im MGP-Gen im Chromosom 12Genort p12.3 zugrunde, welches für das Matrix-Gla-Protein kodiert.
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:
kraniofaziale Dysmorphie mit langem Gesicht, breitem und flachen Nasenrücken, Hypertelorismus, Mittelgesichtshypoplasie
Die Prognose hängt vom Ausmaß der Lungenbeteiligung ab.
Literatur
T. Bosemani, R. J. Felling, E. Wyse, M. S. Pearl, A. Tekes, E. Ahn, A. Poretti, T. A. Huisman: Neuroimaging findings in children with Keutel syndrome. In: Pediatric radiology. Bd. 44, Nr. 1, Januar 2014, S.73–78, doi:10.1007/s00247-013-2768-0, PMID 23917590.
M. Leonor Cancela et al.:Keutel Syndrome, a Review of 50 Years of Literature. In: Frontiers in Cell and Developmental Biology. Band9, 2021, S.642136, doi:10.3389/fcell.2021.642136, PMID 33996798, PMC8117146(freier Volltext) – (englisch).
Einzelnachweise
12Bernfried Leiber (Begründer):Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
↑Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 628.
↑J. Keutel, G. Jorgensen, P. Gabriel: A new autosomal recessive syndrome: peripheral pulmonary stenoses, brachytelephalangism, neural hearing loss and abnormal cartilage calcifications-ossification. In: Birth Defects Original Article Series. Band 8, Nr. 5, 1972, S.60–68.
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