Kieselbach (Fluss)

Kieselbach
Eisenbahnviadukt Finstergrund über den Kieselbach
Eisenbahnviadukt Finstergrund über den Kieselbach
Daten
Gewässerkennzahl DE: 5632412
Lage Deutschland, Thüringen, Naturpark Thüringer Wald
Flusssystem Elbe
Abfluss über Lichte → Schwarza → Saale → Elbe → Nordsee
Quelle Ernstthal nahe Bahnhof
50° 29′ 46″ N, 11° 9′ 55″ O
Quellhöhe ca. 800 m ü. NN 
Mündung Lichte (Fluss) in Oberlichte, Wohnplatz WaschdorfKoordinaten: 50° 31′ 5″ N, 11° 10′ 38″ O
50° 31′ 5″ N, 11° 10′ 38″ O
Mündungshöhe ca. 615 m ü. NN 
Höhenunterschied ca. 185 m
Sohlgefälle ca. 46 ‰
Länge 4 km
Einzugsgebiet 1 km²
Kleinstädte Lauscha, Neuhaus am Rennweg
Gemeinden Ernstthal, Waschdorf (Lichte)

Der Kieselbach ist neben Kleiner Lichte und Ascherbach einer der drei Quellbäche des späteren Lichte Flusses, die in unmittelbarer Nähe zum Rennsteig an der Wasserscheide zwischen Elbe und Rhein entspringen. Bis 1918 markierte er die natürliche Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Meiningen und dem Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt. Die Region gehört zum Landkreis Sonneberg.

Verlauf

Der Kieselbach entspringt am Bahnhof Ernstthal am Rennsteig in unmittelbarer Nähe zum Rennsteig. Auf seinem Lauf nach Nordosten folgt er der Talsohle des Finsteren Grundes und wird vom Eisenbahnviadukt Finstergrund der stillgelegten Eisenbahnstrecke Probstzella–Lichte–Neuhaus am Rennsteig überspannt.

Kurz nach Eintritt in den Ort Waschdorf mündet der Kieselbach in die Kleine Lichte, die ihrerseits in Igelshieb, ein Stadtteil (auch Gemarkung) der Kernstadt Neuhaus am Rennweg entspringt. Nach Zusammenfluss von Kieselbach und Kleiner Lichte ändert das Fließgewässer den Namen in Lichte. Am nordöstlichen Ortseingang von Waschdorf – Höhe Kriegerdenkmal – mündet der in Schmalenbuche, ebenfalls ein Ort von Neuhaus am Rennweg, entsprungene Ascherbach in die Lichte ein.

Nunmehr folgt die Lichte dem gleichnamigen Lichtetal und durchströmt dabei die zum Ortsteil Lichte gehörenden Orte Oberlichte, Unterlichte, Wallendorf und Geiersthal. In ihrem weiteren Verlauf speist die Lichte die Vorsperre Deesbach und dann die Talsperre Leibis-Lichte. Sie mündet schließlich in Unterweißbach in die Schwarza.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1 2 Topografische Karte 1:25.000