
Eine Pfanne oder Bratpfanne (über mittelhochdeutsch phanne von althochdeutsch phanna, das (wie mittelniederdeutsch panne) über volkslateinisch panna auf lateinisch patina „Schüssel, Pfanne“ und altgriechisch πατάνη patánē „Schüssel“ zurückgeht) ist ein metallenes, flaches und gestieltes Kochgefäß, das insbesondere zum Braten verwendet wird. Im Vergleich zum Topf ist die Pfanne flacher. Eine Zwischenform stellt die Kasserolle dar. Durch die flachere Form ist es möglich, das Bratgut in einer Pfanne mit einem Pfannenwender zu wenden. Aufgrund der im Verhältnis zum Volumen größeren Oberfläche reduziert sich Flüssigkeit schneller als in einem Topf gleichen Volumens. Hohe Pfannen werden als Schmorpfannen bezeichnet. Pfannen mit einem Rillenprofil im Boden sind Grillpfannen. Man unterscheidet Pfannen anhand ihres Grundmaterials, ihrer Oberfläche und ihrer Form.
In der Schweiz werden sowohl im Dialekt als auch auf Hochdeutsch auch Kochtöpfe, insbesondere Kasserollen, als Pfannen bezeichnet. Ab einer gewissen Größe und bei Getöpferten aus Keramik spricht man aber auch in der Schweiz von einem Topf oder meist Kochtopf. Eine flache Pfanne im hier beschriebenen Sinn wird üblicherweise Bratpfanne genannt.

Wegen ihrer Temperaturbeständigkeitsschwächen und ihrer ungenügenden Wärmespeicherfähigkeit eignen sich PTFE-beschichtete Alu-Pfannen nur eingeschränkt zum scharfen Anbraten, weil beim Beschicken mit dem Bratgut ein zu großer Temperaturabfall eintritt, der zu einem Austritt von Wasser führt, was die Temperatur durch die Verdunstung mindert, so dass keine Maillard-Reaktion erfolgen kann. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass die Erfindung der Teflonbeschichtung ein Nebenprodukt der Raumfahrt sei. Stattdessen wurde Teflon zuerst bei der Anreicherung von Uran genutzt.
Auch wenn eine Pfanne mit thermoplastischer Beschichtung seitens Hersteller für die Reinigung in der Geschirrspülmaschine freigegeben ist, verschleißt die Beschichtung schneller. Ursache ist neben dem aggressiven Reinigungsmittel auch mechanische Reibung durch den Kontakt mit dem Korb oder andere Gegenstände in der Geschirrspülmaschine.
Kochgeschirr mit thermoplastischer Beschichtung hat prinzipiell eine begrenzte Lebensdauer, insbesondere beim Vergleich mit anderen Materialien wie Gusseisen, Edelstahl oder Eisen. Die Beschichtung verliert trotz schonender Pflege mit der Nutzung ihre Antihaftwirkung, welche als Verkaufsargument genutzt wird um Lebensmittel kalorienarm – also ohne zusätzliche Fette – zu garen. Lebensmittel haften so eher an und es wird dennoch entsprechendes Fett benutzt damit die Lebensmittel nicht haften.
Die thermoplastische Beschichtung kann durch spezialisierte Unternehmen abgetragen (Sandstrahlen) und neu aufgetragen werden. Dies rentiert sich in erster Linie nur bei hochwertigen Pfannen und dient auch der Nachhaltigkeit. Preiswerte Pfannen und Töpfe, auch namhafter Hersteller, sind dagegen nicht nachhaltig und durch regelmäßige Anschaffungen auf Dauer teurer als die Alternativen (siehe auch Wegwerfgesellschaft).


Aluminiumpfannen werden durch Tiefziehen aus Blechen, im Kokillenguss- oder im Squeeze-Casting-Verfahren hergestellt. Wegen der guten Wärmeleitfähigkeit von Aluminium ist kein mehrschichtiger Aufbau erforderlich. Sofern allerdings auch auf einem Induktionskochfeld gekocht werden soll, muss der Boden zusätzlich ferromagnetisch sein.
Pfannen aus Edelstahl (18/10) sind rostfrei. Es handelt sich um Legierungen aus Chrom und Nickel. Die Pfannen sind schwerer, speichern dadurch die Temperatur besser als dünne Aluminiumpfannen mit thermoplastischer Beschichtung.
Ohne Beschichtung sind Edelstahlpfannen robust und materialbedingt pflegeleicht, können prinzipiell in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Unbeschichtete Edelstahlpfannen sind hoch erhitzbar für scharfes Anbraten und backofengeeignet für Temperaturen von teilweise über 300 Grad Celsius. Einzige Ausnahme bilden Pfannen mit Griff aus Kunststoff.
Unbeschichtete Edelstahlpfannen sind ein Zusammenspiel aus Langlebigkeit, Hitzebeständigkeit und Vielseitigkeit. Sie erfordern dafür aber etwas Übung in der Handhabung und mehr Aufmerksamkeit beim Braten für ungeübte Anwender – insbesondere, wenn sie den Umgang mit beschichteten Pfannen gewohnt sind.
In der Anwendung liegt Edelstahl funktional zwischen Eisen-, Gusseisen-, Teflon- und Emaillepfannen.
Das Kochen mit Edelstahl erfordert etwas Übung und Kenntnis über die richtige Handhabung:
Edelstahl hat etwa ein Fünfzehntel der Wärmeleitfähigkeit von Aluminium und Kupfer (je nach Reinheit und Legierung der verglichenen Materialien). Um die Wärmeleitfähigkeit der Pfannenböden zu erhöhen, werden diese aus mehreren Schichten gefertigt. Diese werden auch als Sandwichboden oder Thermoboden bezeichnet. Ein solcher besteht aus einer Schicht Edelstahl, einer – im Verhältnis zum Edelstahl – dickeren Schicht Aluminium oder Kupfer und einer weiteren Schicht Edelstahl. Wird der (an den Seiten offene) Sandwichboden mit weiterem Edelstahl ummantelt, spricht man von einem Kapselboden. Diese Bauweisen verbessern die Hitzeverteilung und reduzieren Hotspots beim Braten im Vergleich zu reinen Edelstahlpfannen mit einfachem Boden.
Kupfer leitet Wärme besser und reagiert schneller auf Temperaturveränderungen. Ein Kupferkern eignet sich besonders für:
Edelstahlpfannen müssen nicht eingebrannt werden. Das Einbrennen dient bei Eisen- oder Gusseisenpfannen dazu, Poren im Metall mit einer Patina zu füllen und eine natürliche Antihaftschicht aufzubauen. Edelstahl hat eine glattere, dichte Oberfläche und benötigt diesen Prozess nicht.
Gusseiserne Pfannen mit einem plan geschliffenen Unterboden eignen sich für alle Herdarten. Gusseisen hat eine bis zu viermal höhere Wärmeleitfähigkeit als Edelstahl. Mit ihren recht dicken Wänden sind Gusseisenpfannen sehr schwer und brauchen relativ lange, um heiß zu werden. Dann aber halten sie die Hitze gut und eignen sich, auf die richtige Temperatur vorgeheizt, gut zum scharfen Anbraten und zum Schmoren. Am Pfannenboden brennt sich eine Schutzschicht ein. Diese Patina beugt einem Rostansatz bei Nichtbenutzung vor und ist gleichzeitig eine natürliche Antihaftbeschichtung, die das Bratverhalten verbessert. Neben Pfannen aus rohem Gusseisen sind auch emaillierte verbreitet.
Bratpfannen professioneller Köche sind häufig aus geschmiedetem Eisen gefertigt. Nachteile gegenüber der beschichteten Alupfanne ist das hohe Gewicht und die mangelnde Korrosionsbeständigkeit. Sie müssen zeitnah nach dem Benutzen gereinigt und mit einer kleinen Menge Speiseöl imprägniert werden, Wasser/Feuchtigkeit darf nicht für längere Zeit in der Pfanne verbleiben. Sie sind auch nicht für alle Speisen geeignet, stark saure Speisen (Sauerkraut, Tomaten) können die mit der Zeit aufgebaute Antihaftschicht zerstören. Eisenpfannen sind für alle gängigen Herde geeignet. Der Boden kann sich allerdings bei unsachgemäßem Gebrauch verziehen, beispielsweise wenn die Kochplatte kleiner ist als der Boden der Eisenpfanne. Eisenpfannen eignen sich auch für den Einsatz über offenem Feuer.
Beim Entstehungsprozess kann grundsätzlich zwischen kalt- und warmumgeformten Pfannen unterschieden werden. Die Warmumformung erfolgt oft noch in handwerklicher Tradition in sogenannten Hammerschmieden, aber auch durch industrielles Freiformschmieden. Der Stahl wird im Warmverfahren rotglühend verarbeitet.
Während im Altertum noch Eisenpfannen mit dem Hammer getrieben wurden, verwendet man seit dem Beginn der Industrialisierung meist mechanische, elektrische oder überwiegend hydraulische Pressen zur rationellen Herstellung von Pfannenkörpern aus Stahlblech. Dabei wird unter hohem Druck eine ausgestanzte Blechscheibe von einigen Millimetern Stärke in eine Tiefziehform gepresst. Dieser Vorgang heißt in der Fachsprache Tiefziehen. Das Resultat sind Pfannenkörper mit vorzugsweise 1,5 bis 5 mm Wandstärke, je nach Größe der Pfanne. Eine andere traditionelle Methode ist das Metalldrücken, wobei auf einer Drückmaschine eine rotierende Scheibe über eine Negativform gedrückt wird. Vom Gesenkschmieden spricht man bei Warmverformung des glühenden Halbzeugs. Diese Pfannen genießen heute den besten Ruf. Am bekanntesten dürfte die Lyoneser Form sein. Sie zeichnet sich durch die leicht bauchigen Seitenwände zum einfacheren Wenden des Bratguts aus. In Frankreich wird diese Pfannenform teilweise noch mit den alten Maschinen hergestellt.
Kupfer hat eine Wärmeleitfähigkeit, die unter den Metallen nur von Silber übertroffen wird. Dadurch verteilt sich die vom Herd eingebrachte Wärme im Pfannenboden schnell und es stellt sich eine besonders gleichmäßige Temperatur ein. Es ist häufig in französischen Küchen zu finden. Pfannen aus Kupfer werden in der Regel auf Gasherden verwendet, um die guten Wärmeleiteigenschaften zu nutzen. Seit einigen Jahren gibt es auch Kupferpfannen, die für Induktionsherde geeignet sind. Da Kupfer mit bestimmten Speisen reagieren kann, sind Kupferpfannen in der Regel innen entweder verzinnt, mit Edelstahl verkleidet oder beispielsweise mit einer Keramikversiegelung antihaftbeschichtet.
In jüngerer Vergangenheit wurden Pfannen mit einer Bratoberfläche aus Granit entwickelt. Dafür wird die Pfannenform aus Metall mit einer Beschichtung aus Granit ausgekleidet. Auf die Oberfläche wird eine Antihaftbeschichtung aufgebracht.

Viele Formen haben spezielle Namen:


Die Pfannengröße bei Bratpfannen wird üblicherweise anhand des oberen Innendurchmessers angegeben. Dabei wird der Durchmesser am oberen Rand der Pfanne zwischen zwei gegenüberliegenden Innenkanten gemessen. Die Angabe erfolgt in der Regel in Zentimetern (cm).
Typische Bratpfannengrößen im Handel reichen von 20 bis etwa 32 cm. Gängige Abstufungen sind:
20 cm: Kleine Bratpfanne, vorwiegend für Single-Portionen, Eiergerichte oder Pfannkuchen geeignet.
24–26 cm: Mittlere Bratpfanne, Standardgröße für Haushalte mit zwei bis drei Personen.
28 cm: Große Standardpfanne, beliebt in Familien oder bei der Zubereitung größerer Portionen.
32 cm und größer: Extra große Pfannen, ideal für umfangreiche Gerichte oder besondere Zubereitungen, wie etwa Paella.
Durch diese weitgehend genormten Größen ist es einfacher, passende Deckel sowie Zubehör zu erwerben oder Ersatzteile zu beschaffen.
Gewöhnliche Metallpfannen können als Perkussions- oder Geräuschinstrument eingesetzt werden. In der Musik der Roma auf dem Balkan pflegen Frauen einen von der Blasmusik der Männer abgegrenzten traditionellen Gesangsstil, der ohne Melodieinstrumente auskommt. Als rhythmische Begleitung dient entweder eine Rahmentrommel (daf) oder eine Kupferpfanne (tepsia). Beim Tepsijanje genannten Gesangsstil drehen die Frauen eine hochkant gestellte Pfanne auf einem runden Tisch (sofra) im Kreis, sodass ein andauerndes Geräusch entsteht.