Kirn-Sulzbach

Kirn-Sulzbach
Stadt Kirn
Ehemaliges Gemeindewappen von Kirnsulzbach
Koordinaten: 49° 46′ N, 7° 26′ OKoordinaten: 49° 45′ 47″ N, 7° 26′ 4″ O
Höhe: 191–386 m ü. NN
Einwohner: 932 (2009)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 55606
Vorwahl: 06752
Kirn-Sulzbach (Rheinland-Pfalz)
Kirn-Sulzbach (Rheinland-Pfalz)
Lage von Kirn-Sulzbach in Rheinland-Pfalz

Kirn-Sulzbach ist ein Stadtteil von Kirn in der Verbandsgemeinde Kirner Land im Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz. Bis 1969 war der Ort unter dem Namen „Kirnsulzbach“ eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Kirn-Sulzbach liegt am linken Ufer der Nahe. Nachbarorte sind Heimweiler, Bärenbach, Niederreidenbacherhof, Weierbach, Fischbach (bei Idar-Oberstein), Berschweiler bei Kirn und Bergen. Während Kirn zum Landkreis Bad Kreuznach gehört, war Kirnsulzbach vor der Eingemeindung eine Gemeinde im Landkreis Birkenfeld.

Zum Stadtteil gehören auch die Wohnplätze Hasenfels und Schleif-Mühle.

Die Straßenbezeichnungen in Kirn-Sulzbach lauten: Am Froschenpfuhl, An der Bahn, Bergstraße, Happendeller Weg, Im Backesgarten, Im Hohlenfels, Im Wiesengrund, In der Annenwies, In der Dorfbach, Kirner Straße, Niederhof, Obere Kaulwiese, Oldenburger Straße, Ringstraße, Talstraße und Untere Kaulwiese.

Religion

Von den 1008 Einwohnern Kirn-Sulzbachs sind 48,11 % evangelisch, 40,77 % katholisch, 9,42 % konfessionslos, 1,19 % Angehörige sonstiger Glaubensgemeinschaften, 0,49 % ohne Angaben.

Geschichte

Überregionale Bekanntheit erlangte die vormals selbstständige Gemeinde, weil es dort 1923 zu einem der ersten Bürgerentscheide Deutschlands kam. So wurde am 11. März 1923 auf Antrag von 162 Wahlberechtigten eine Abstimmung über die vorzeitige Neuwahl des Gemeinderats durchgeführt. Diese ergab 160 Stimmen für sowie 115 Stimmen gegen vorzeitige Neuwahlen. Rechtsgeschichtlich ist der Fall deshalb von Interesse, weil es sich um den einzigen bekannten erfolgreichen Bürgerentscheid im seinerzeitigen oldenburgischen Landesteil Birkenfeld handelte.

Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Kirnsulzbach mit zu diesem Zeitpunkt 870 Einwohnern, zusammen mit Kallenfels, nach Kirn eingemeindet.

Politik

Kirn-Sulzbach ist als Ortsbezirk ausgewiesen und wird von einem Ortsbeirat und einem Ortsvorsteher politisch vertreten.

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat von Kirn-Sulzbach besteht aus elf Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im gewählten Ortsbeirat:

WahlSPDCDUGesamt
20246511 Sitze
20195611 Sitze

Ortsvorsteher

Peter Holler (Einzelbewerber) wurde am 5. August 2024 Ortsvorsteher von Kirn-Sulzbach. Bei der Stichwahl am 23. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 56,25 % gegen den SPD-Bewerber durchgesetzt, nachdem bei der Direktwahl am 9. Juni keiner der ursprünglich drei Bewerber – darunter der Amtsinhaber – eine ausreichende Mehrheit erzielt hatten.

Hollers Vorgänger waren Herbert Hess (CDU), der bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit 62,56 % gewählt worden war, und zuvor Toni Görner, der bei dieser Wahl nicht erneut kandidiert hatte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Sehenswert ist der barocke Hochaltar von 1772, der ursprünglich aus der ehemaligen Simultankirche St. Pankratius in Kirn stammt. Seit 1990 beherbergt ihn Sulzbachs katholische Pfarrkirche St. Josef Calasanza als ständige Leihgabe.

Freizeit und Erholung

Steinschutt der Ringwallanlage auf dem Bremerberg
An diesem Stein kann man gut erkennen, warum der Ringwall auch Schlackenwall oder Glasburg genannt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Im Ort gibt es einen Haltepunkt der Nahetalbahn.

Auf der rechten Flussseite verläuft parallel zur Nahe die Bundesstraße B 41 am Stadtteil vorbei.

Öffentliche Einrichtungen

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder wirkten

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2025[Version 2026 liegt vor.]. S. 23 f. (PDF; 2,5 MB).
  2. ↑ Straßentabellen auf kommwis.de
  3. ↑ Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  4. ↑ Christopher Schmidt: Unmittelbare Gemeindedemokratie im mittel- und süddeutschen Raum der Weimarer Republik. Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2607-6, S. 102 f.
  5. ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 182 (PDF; 2,6 MB).  Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  6. ↑ Stadt Kirn: Hauptsatzung. (PDF) § 2. Stadt Kirn, 23. August 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. September 2019; abgerufen am 21. September 2019.
  7. ↑ Ortsbeiratswahl 2024. 9. Juni 2024, Sulzbach, Endergebnis. Verbandsgemeinde Kirner Land, abgerufen am 25. April 2026.
  8. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2019 Sulzbach. Abgerufen am 21. September 2019.
  9. ↑ Sitzung des Ortsbeirates Sulzbach. Einladung für Montag, den 5. August 2024. In: Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Kirner Land, Ausgabe 31/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 25. April 2026.
  10. ↑ Kirn-Sulzbach. Bericht von der konstituierenden Sitzung. In: Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Kirner Land, Ausgabe 33/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 25. April 2026.
  11. ↑ Wahlleiter: Kirn-Sulzbach: Ergebnis der Stichwahl des Ortsvorstehers. In: Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Kirner Land, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 24. Juni 2024, abgerufen am 25. April 2026.
  12. ↑ Ortsvorsteherwahl 2024. 9. Juni 2024, Sulzbach, Endergebnis. Verbandsgemeinde Kirner Land, abgerufen am 25. April 2026.
  13. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Kirn, verbandsfreie Gemeinde, dritte Ergebniszeile. Abgerufen am 21. September 2019.