
Klaus Michael Reininger (* 30. April 1987 in Bad Nauheim) ist ein deutscher Psychotherapeut und Hochschullehrer. Seit 2022 ist er Professor für Psychotherapieforschung am Zentrum für psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und Leiter des dortigen Instituts für Psychotherapie (IfP).
Klaus Michael Reininger studierte von 2008 bis 2014 Psychologie sowie Politikwissenschaften und Hochschuldidaktik an der Universität Hamburg. 2016 wurde er mit seiner Arbeit „Paradoxes Wissen: Zusammenhänge und Wirkungen“ zum Dr. rer. nat. in Psychologie promoviert. Für diese Arbeit erhielt er 2017 den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung, die damit fachlich herausragende, gesellschaftlich relevante Dissertationen auszeichnet. Danach war er für zwei Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie (Arbeitsbereich Politische und Sozialpsychologie) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach seiner Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten ist er seit 2022 an der Medizinischen Fakultät des UKE Hamburg am dortigen Zentrum für Psychosoziale Medizin zum Universitätsprofessor für Psychotherapieforschung berufen worden (von 2022 bis 2026 W1-Professur, seit 2026 W2-Professur). Im Institut für Psychotherapie obliegt ihm auch die Ambulanz- und Ausbildungsleitung TP (Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie). Seit 2019 ist er Delegierter der Psychotherapeutenkammer Hamburg und des Deutschen Psychotherapeutentages. Darüber hinaus war er Gutachter (mit Peer Briken und Arne Dekker) im Auftrag der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) zur Fragestellung von Konversionsbehandlungen bei homosexueller Orientierung. 2020 wurde er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift „Psychodynamische Psychotherapie“ und Mitherausgeber des „Journal of Social and Political Psychology“, seit 2022 Mitherausgeber der Zeitschrift "Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie". Seit 2019 ist er Vorstandsmitglied der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung, Landesgruppe Hamburg, seit 2021 ist er Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Tiefenpsychologie/Psychodynamische Psychotherapie. Darüber hinaus engagiert er sich als Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung (seit 2023) sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes (seit 2024).
Er forscht vor allem zu Prozessen der kognitiven und affektiven Mentalisierung/Metakognition und Metaaffektion sowie zu identitätsbasierten kognitiven und affektiven Mechanismen und Moderatoren gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Seine Psychotherapieforschung betreffende Schwerpunkte spiegeln sich in seinen Veröffentlichungen wider, wobei seine Arbeit breit gefächert ist und eine Brücke schlägt zwischen klinischer Psychotherapieforschung (psychodynamisch, kognitiv-metakognitiv) und gesellschaftlich relevanten Themen (Religion, Politik, Toleranz, Polarisierung). Außerdem besteht ein Engagement in der psychodynamischen Aus- und Weiterbildung. Er hat eine kostenfreie Online-Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen für angehende und approbierte Psychotherapeutinnen in dem von ihm geleiteten Institut ins Leben gerufen, die mittlerweile von Tausenden Interessierten besucht wird.
Reininger hat seit 2011 zahlreiche Buchbeiträge und Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften mit/veröffentlicht.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reininger, Klaus Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Psychotherapeut und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1987 |
| GEBURTSORT | Bad Nauheim |