Brenner studierte an der Technischen Universität Berlin. Seine ersten beruflichen Erfahrungen sammelte er ab Mitte der 1970er Jahre beim international renommierten Berliner Architekten Josef Paul Kleihues. Dessen in der Internationalen Bauausstellung Berlin 1984/87 manifestierte Haltung, dass der Stadtgrundriss das Gedächtnis der Städte ist, beeinflusste und prägte Brenner. Zur Abrundung seiner Ausbildung arbeitete er anschließend beim italienischen Stararchitekten Vittorio Gregotti in Mailand. Neben mehreren Gastprofessuren in Genua und Mailand erhielt Brenner 1996 einen Ruf an die Fachhochschule Potsdam, wo er die Potsdam School of Architecture mit begründete.
Wirken
Aufgrund der städtebaulich und architektonisch prägenden Erfahrungen in Berlin und in Mailand berücksichtigt Brenner immer auch die Stellung und Wirkung seiner Gebäude im städtischen Zusammenhang. Die Schönheit und Lebensfähigkeit der europäischen Städte steht im Zentrum seines architektonischen Denkens. Er hat sich damit auch theoretisch und historisch auseinandergesetzt und seine Ansichten in mehreren Buchpublikationen, unter anderem über das Städtische Reihenhaus, das Städtische Wohnpalais oder Die Gute Stadt, mit vielen Beispielen untermauert dargelegt.
Wichtige Projekte
Nach einer anfänglichen Partnerschaft mit dem Berliner Architekten Benedict Tonon in den 1980er Jahren gründete Klaus Theo Brenner nach dem Mauerfall 1992 sein eigenes Berliner Büro mit dem Namen Klaus Theo Brenner STADTARCHITEKTUR. Neben einem Bürohaus an der Friedrichstraße und einem Hotel an der Leipziger Straße aus den 1990er Jahren zählen Masterplan und Bautätigkeit für die Rummelsburger Bucht zu den herausragenden Projekten. Das Projekt wurde 2009 mit dem Deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet. Dem Projekt Konstanz Herosé – Stadt am Seerhein in Konstanz wurde 2011 die Hugo-Häring-Auszeichnung verliehen. Ein großes urbanes Ensemble entstand mit dem St.-Leonhards-Garten in Braunschweig. 2013 arbeitete das Büro an den Berliner Stadterweiterungen Gartenstadt Karlshorst, Wasserstadt Spindlersfeld sowie an den Stadthäusern Kurfürstenstraße und am Schlachtensee Carée.
Bauwerke und Masterpläne (Auswahl)
1987: Rauchstraße, Berlin – Haus 4, in Partnerschaft mit B. Tonon
1987: Graf-Spee-Brücke, Berlin, in Partnerschaft mit B. Tonon
1989: Wohn- und Geschäftshaus Fuhlsbüttler Straße, Hamburg, in Partnerschaft mit B. Tonon (Belobigung Deutscher Architekturpreis, Bau des Jahres in Hamburg)
1995: Hypo-Bank, Schönebeck (Elbe) (Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt, Bauen im Bestand)