Kleinenzenried liegt 500 Meter südwestlich der Staatsstraße2151, 2 Kilometer südlich von Rötz. Kleinenzenried liegt an einem der Quellflüsse des Heinzelbachs, der nach Norden fließt und bei Gmünd in die Schwarzach mündet.
Geschichte
Die Ortsnamenforschung kennzeichnet die auf -ried (auch: -reuth, -rieth) endenden Ortsnamen ebenso wie die auf -grün endenden als Ortsnamen der Rodungszeit im 13. und 14. Jahrhundert.
Kleinenzenried (auch: Eizlersried) wurde 1630 erstmals erwähnt. Es hatte 4 Höfe, 2 Gütl, 1 Feldknecht zur HofmarkStamsried gehörig. 1792 gehörten in Kleinenzenried 6 Anwesen zur Hofmark Stamsried und es gab ein Gemeinde-Hirtenhaus.
1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Kleinenzenried zum Steuerdistrikt Bernried. Der Steuerdistrikt Bernried bestand aus den Dörfern Bernried, Kleinenzenried, Marketsried und Schatzendorf.
1820 wurden im Landgericht WaldmünchenRuralgemeinden gebildet. Dabei kam Kleinenzenried zur Ruralgemeinde Bernried. Zur Ruralgemeinde Bernried gehörten die Dörfer Bernried mit 35 Familien, Kleinenzenried mit 7 Familien und Marketsried mit 14 Familien. 1836 wurde die Gemeinde Schatzendorf mit der Einöde Steinmühle nach Bernried eingemeindet.
1972 wurde die Gemeinde Bernried und damit auch Kleinenzenried nach Rötz eingegliedert.
Kleinenzenried gehörte zunächst zur Pfarrei Neukirchen-Balbini und wurde 1808 in die Pfarrei Rötz umgepfarrt. 1997 hatte Kleinenzenried 40 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1820
1820–1913
Jahr
Einwohner
Gebäude
1820
7 Familien
k.A.
1838
48
7
1861
43
18
1871
46
26
1885
45
7
1900
41
7
1913
39
7
1925–2011
Jahr
Einwohner
Gebäude
1925
32
6
1950
38
8
1961
40
9
1970
41
k.A.
1987
42
10
2011
26
k.A.
Tourismus
Durch Kleinenzenried führen der Mountainbikeweg MTB-Tour 8, der 660 Kilometer lange Goldsteig, der Burgenweg und, westlich der Ortschaft, ein Verbindungsweg für die europäischen Fernwanderwege E6 und E8.
12Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 5. Dezember 2022.
12Kleinenzenried bei Bayernatlas. Abgerufen am 6. Dezember 2022.
12Kleinenzenried bei bavarikon.de. Abgerufen am 6. Dezember 2022.
↑Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.10.
12Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.151.
↑Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.109.
↑Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.171.
12Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.176.
12Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.180.
↑Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.191.
↑Emma Mages:Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern (=1). Nr.56. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S.203.
12
Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 605
↑
Bistum Regensburg (Hrsg.):Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S.373 (Digitalisat).