Kleinsitzendorf

Kleinsitzendorf (Weiler)
Ortschaft
Katastralgemeinde Kleinsitzendorf
Kleinsitzendorf (Österreich)
Kleinsitzendorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Niederleis
Koordinaten 48° 31′ 41″ N, 16° 24′ 29″ OKoordinaten: 48° 31′ 41″ N, 16° 24′ 29″ Of1
Höhe 240 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 25 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 61,15 ha (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05089
Katastralgemeindenummer 15024
Bild
Kapelle mit Glockenstuhl an der Mistelbacher Straße
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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25

Kleinsitzendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Niederleis im Bezirk Mistelbach im niederösterreichischen Weinviertel mit 25 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).

Geografie

Der südlich des Sitzenberges (283 m ü. A.) am Taschlbach gelegene Weiler besteht nur aus wenigen Häusern und stellt auch die kleinste Katastralgemeinde der Gemeinde dar. Die denkmalgeschützte Kapelle am Ortseingang verfügt über einen Glockenturm; durch Neutrassierungen der Mistelbacher Straße (B40) musste sie bereits zweimal ihren Standort wechseln. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 9 Adressen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1380 zurück. Damals ist von „siczendorf“ (Dorf des Sizzo) die Rede.

Die Bewohner waren Landbauern, die sich mit Wein- und Feldbau befassten, wobei sie besonders Korn und Hafer anbauten, schrieb der Historiker Schweickhardt im 19. Jahrhundert über den Ort. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit fünf Häusern genannt, das nach Niederleis eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Ernstbrunn besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Kleinsitzendorf eine Landesproduktehändlerin und ein Müller ansässig.

Im Ort betrieben die Sinzendorfer eine herrschaftliche Mahlmühle, die nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen wurde.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 270f (Sitzendorf (Klein-) in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 314