Kolbsheim

Kolbsheim
Kolbsheim (Frankreich)
Kolbsheim (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (67)
Arrondissement Strasbourg
Kanton Lingolsheim
Gemeindeverband Eurométropole de Strasbourg
Koordinaten 48° 34′ N, 7° 35′ OKoordinaten: 48° 34′ N, 7° 35′ O
Höhe 152–211 m
Fläche 3,33 km²
Einwohner 1.022 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 307 Einw./km²
Postleitzahl 67120
INSEE-Code

Blick auf Kolbsheim

Kolbsheim ist eine französische Gemeinde mit 1022 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est.

Geographie

Die Gemeinde Kolbsheim liegt etwa zehn Kilometer westlich von Straßburg im Tal der Breusch, die südlich des Ortes vorbeifließt. Nachbargemeinden sind Breuschwickersheim im Norden, Hangenbieten im Osten, Duppigheim im Süden und Ernolsheim-Bruche im Westen.

Geschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes als Colobocisheim stammt von 735 und steht in einer Verkaufsurkunde des Klosters Murbach. 1224 wird der Ort als Colbotesheim bezeichnet, 1357 als Kobolzheim. Im Jahr 1940 wurden unter deutscher Besatzung die verbliebenen jüdischen Einwohner nach Südfrankreich deportiert. Nach Angaben von Yad Vashem wurden dreizehn ehemalige jüdische Einwohner Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Die Gemeinde Kolbsheim fusionierte am 1. Juni 1974 mit Duppigheim. Seit dem 1. Januar 1983 sind sie wieder eigenständige Gemeinden. Seit der Wahlkreisreform im Jahr 2015 gehört die Gemeinde zum Kanton Lingolsheim.

Wappen

Wappenbeschreibung: In Gold drei (2:1) rot gezungte schwarze Löwen

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920052017
Einwohner508509604635668765827948

Sehenswürdigkeiten

Gemeindepartnerschaften

Kolbsheim ist 1993 eine Partnerschaft mit dem deutschen Nohra, einem Ortsteil von Grammetal in Thüringen eingegangen.

Persönlichkeiten

Zwei Frauen, die in der Frühzeit der anthroposophischen Bewegung gewirkt haben, sind in Kolbsheim geboren:

Die beiden Schwestern stammen aus einer theosopisch eingestellten kinderreichen Familie, die damals das Schloss in Kolbsheim bewohnte.

Literatur

Commons: Kolbsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Kolbsheim. alemannia-judaica.de, aufgerufen am 24. Dezember 2024.
  2. ↑ Kolbsheim (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 24. Dezember 2024.
  3. ↑ Kolbsheim, Saint-Léger in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), abgerufen am 27. April 2026
  4. ↑ Kolbsheim, Le château in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), abgerufen am 27. April 2026
  5. ↑ CC Les Châteaux, abgerufen am 19. Oktober 2016
  6. ↑ Les fondateurs des Galeries Lafayette étaient alsaciens. In: lalsace.fr. Abgerufen am 28. April 2026 (französisch).