Konrad Exner

Konrad Exner (auch Konrad Exner-Seemann; * 16. September 1944 in Lübeck) ist ein deutscher Pädagoge und Politikwissenschaftler.

Leben

Nach einer kaufmännischen Lehre legte Konrad Exner am Abendgymnasium das Abitur ab. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule Rheinland Pädagogik und an der Kölner Universität Pädagogik und Geschichte. Neben Unterrichtstätigkeit studierte er an der Universität Heidelberg Geschichte, Politische Wissenschaft und Germanistik. 1991 wurde er mit einer erziehungswissenschaftlichen Dissertation über die soziale Herkunft der Realschulabiturienten der Rheinprovinz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Universität Heidelberg promoviert.

Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009 war er als Lehrer an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, zuletzt als Oberstudienrat am Gewerblichen Bildungszentrum in Bruchsal, und zeitweise auch als Lehrbeauftragter im Fach Wissenschaftliche Politik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg tätig. Nach seiner Pensionierung studierte er von 2009 bis 2012 evangelische Theologie an der Universität Heidelberg, und von 2013 bis 2018 leitete er den ökumenischen Bibelkreis der Weststadtgemeinden Weinheims. Aus diesem Bibelkreis gingen die vier Einführungen in die Evangelien (Matthäus-, Lukas-, Markus- und Johannesevangelium) hervor, siehe Monografien. Auf Grund eines Aufrufs des Kultusministeriums von Baden-Württemberg an pensionierte Lehrer, während der Flüchtlingskrise bei der Unterrichtsversorgung von Kindern und Jugendlichen zu helfen, unterrichtete Exner als nebenberufliche Lehrkraft von 2016 bis 2018 verschiedene Deutschkurse an der beruflichen Hans-Freudenberg-Schule in Weinheim.

Exner gehört dem Vorstand der Regionalgruppe Mannheim des Landesvereins Badische Heimat an. Er veröffentlichte Beiträge zur Landesgeschichte auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg sowie in den Zeitschriften Badische Heimat des gleichnamigen Vereins und in Hierzuland des Arbeitskreises Heimatpflege, Regierungsbezirk Karlsruhe. Ein Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen sind die Badische Ständeversammlung bzw. der badische Landtag im 19. und frühen 20. Jahrhundert und deren Abgeordnete sowie die badischen Verfassungen. Weitere Schwerpunkte sind die Vereinigte Evangelisch-Protestantische Kirche im Großherzogtum Baden im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts und historische Projekte im kommunalen Bereich.

Ehrungen

Schriften (Auswahl)

Monografien
Zeitschriftenaufsätze

Einzelnachweise

    Personendaten
    NAME Exner, Konrad
    ALTERNATIVNAMEN Exner-Seemann, Konrad
    KURZBESCHREIBUNG deutscher Pädagoge und Politikwissenschaftler
    GEBURTSDATUM 16. September 1944
    GEBURTSORT Lübeck
    1. ↑ Kurzvita beim Verlag Peter Lang (Memento vom 8. Dezember 2016 im Internet Archive)
    2. ↑ Gewerkschaft Erziehung und Unterricht Baden-Württemberg (Hrsg.): Pensionär/innen sollen helfen. 2. November 2015 (gew-bw.de [PDF; 939 kB]).
    3. ↑ Neues badisches Heimatgefühl. In: Mannheimer Morgen. 5. September 2011, abgerufen am 27. Mai 2020.
    4. ↑ Konrad Exner: Bruchsal – Joß Fritz. Arbeitskreis RP Karlsruhe, Landesbildungsserver Baden-Württemberg.
    5. ↑ Konrad Exner: Die Deportation badischer Juden nach Gurs. Arbeitskreis RP Karlsruhe, Landesbildungsserver Baden-Württemberg.
    6. ↑ Konrad Exner: Ludwig Marum – Opfer des Nationalsozialismus. Arbeitskreis RP Karlsruhe, Landesbildungsserver Baden-Württemberg.
    7. ↑ Konrad Exner: Richard Freudenberg – Unternehmer und liberaler Politiker. Arbeitskreis RP Karlsruhe, Landesbildungsserver Baden-Württemberg.
    8. ↑ Konrad Exner-Seemann beim Südwestdeutschen Bibliotheksverbund
    9. ↑ Wie ein Hanseat die Badische Verfassung lieben lernte. In: Rhein-Neckar-Zeitung. Lokalredaktion Weinheim. 22. August 2018.
    10. ↑ Arbeitskreis Heimatpflege, Regierungsbezirk Karlsruhe e. V. | Ehrungen 2018. Abgerufen am 28. April 2018.
    11. ↑ Ehrennadel für Dr. Konrad Exner. In: Weinheimer Nachrichten. 23. März 2018, abgerufen am 27. Mai 2020.
    12. ↑ Heimatmedaille Baden-Württemberg 2025 verliehen. Abgerufen am 12. Januar 2026.