Konstante Garbe

Eine konstante Garbe ist im mathematischen Teilgebiet der Garbentheorie die Vergarbung einer konstanten Prägarbe, welche allen offenen Mengen die gleiche Struktur zuordnet und für welche alle Restriktionsabbildungen jeweils Identitäten sind. Eine Vergarbung ist notwendig, da die konstante Prägarbe nicht unbedingt das Lokalitätsaxiom einer Garbe erfüllen muss, da die leere Menge von einer leeren Menge an offenen Mengen überdeckt wird.

Definition

Sei eine (häufig abelsche) Kategorie und ein Objekt. Sei ein topologischer Raum, dann ist die konstante Prägarbe (oder kurz ) gegeben durch:

für alle offenen Mengen .

Eigenschaften

Beispiele

Mit der Garbe der holomorphen Funktionen und der Garbe der nicht verschwindenden holomorphen Funktionen ist die Exponentialfunktion ein Garbenmorphismus , deren Kern genau die konstante Prägarbe ist. Kerne von Garbenmorphismen müssen nicht unbedingt wieder Garben sein, sind aber stets Prägarben, weshalb die Vergarbung notwendig ist.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ The Rising Sea, 2.2.10. Constant presheaves and constant sheaves
  2. ↑ Mac Lane & Moerdijk 94, S. 135, S. 350 und S. 427