Krakau (Steiermark)

Krakau
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Krakau
Krakau (Steiermark) (Österreich)
Krakau (Steiermark) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Hauptort: Krakaudorf
Fläche: 123,46 km²
Koordinaten: 47° 11′ N, 13° 59′ OKoordinaten: 47° 11′ 16″ N, 13° 59′ 11″ O
Höhe: 1173 m ü. A.
Einwohner: 1.342 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 11 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8854
Vorwahl: 03535
Gemeindekennziffer: 6 14 37
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Krakaudorf 120
8854 Krakau
Website: www.krakau.gv.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Stolz (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
10
4
1
10 4 1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Krakau im Bezirk Murau
Lage der Gemeinde Krakau (Steiermark) im Bezirk Murau (anklickbare Karte)KrakauMühlenMurauNeumarkt in der SteiermarkNiederwölzOberwölzRantenSankt Georgen am KreischbergSankt LambrechtSt. Peter am KammersbergScheiflingSchöderStadl-PredlitzTeufenbach-KatschSteiermark
Lage der Gemeinde Krakau (Steiermark) im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Krakaudorf, den Hauptort der Gemeinde
Blick auf Krakaudorf, den Hauptort der Gemeinde
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Krakau ist seit Jahresbeginn 2015 eine Gemeinde im Bezirk Murau des österreichischen Bundeslandes Steiermark. Sie entstand im Rahmen der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform aus den Ende 2014 aufgelösten Gemeinden Krakaudorf, Krakauhintermühlen und Krakauschatten. Die Steirische Krakau ist seit 2008 Teil der Bergsteigerdörfer-Initiative des ÖAV.

Geografie

Krakaudorf ist der Hauptort des Krakautals, eines Hochplateaus, das sich im südlichen Teil der Schladminger Tauern in ost-westlicher Richtung erstreckt und etwa 1450 Einwohner hat. Auf der Nordseite des Plateaus liegt nordwestlich von Krakaudorf die Katastralgemeinde Krakauhintermühlen, westlich, auf der Südseite des Plateaus, an der Salzburger Landesgrenze die Katastralgemeinde Krakauschatten. Die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet sind Roteck (2742 m) und Preber (2740 m).

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (Einwohner Stand 1. Jänner 2026, Fläche Stand 31. Dezember 2023):

Nachbargemeinden

Sölk
Lessach Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Schöder
Tamsweg Ranten

Geschichte

Ab dem 6. Jahrhundert rodeten slawische Siedler das Gebiet. Ab dem 9. Jahrhundert kamen auch bairische Siedler in das Krakautal. Krakaudorf gilt als eine der ältesten Siedlungen des Rantentales, hieß aber vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert hinein „Lessach“ (slawisch „bei den Leuten im Wald“, nicht zu verwechseln mit dem westlich im Lungau liegenden Lessach). Auch der Ortsname Krakau selbst (als Flurname erstmals 1304 als „Graker“ erwähnt) stammt aus dem Slawischen, er leitet sich von der Krähe oder Dohle (krakowa, krakava) ab, daher auch das Gemeindewappen.

Ab dem 13. Jahrhundert war das Gebiet der Gerichtsbarkeit der Liechtensteiner unterstellt. Im Mittelalter gab es verschiedenste Grundherren. Ab dem 17. Jahrhundert war das Gebiet überwiegend im Besitz der Fürsten Schwarzenberg. 1791 wurde das Vikariat St. Ulrich in Krakauebene errichtet und 1829 zur Pfarre erhoben.

Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinden als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kamen die Gemeinden zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 waren sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Krakau: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.308
1880
  
1.221
1890
  
1.164
1900
  
1.202
1910
  
1.219
1923
  
1.156
1934
  
1.294
1939
  
1.236
1951
  
1.211
1961
  
1.298
1971
  
1.500
1981
  
1.534
1991
  
1.546
2001
  
1.577
2011
  
1.504
2021
  
1.378
2026
  
1.342
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Krakaudorf
Der Samson von Krakaudorf
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Krakau

Naturdenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Produktionssektor beschäftigen 22 Betriebe 47 Arbeitnehmer, fast zwei Drittel arbeiten im Bau und ein Drittel bei der Herstellung von Waren. Der Dienstleistungssektor gibt in 49 Betrieben 116 Menschen Arbeit, 45 davon in der Beherbergung und in der Gastronomie (Stand 2011).

Wirtschaftssektoren

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren:

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021 20112001 202120112001
Land- und Forstwirtschaft 1) 74 -- 898677
Produktion 18 2214 184342
Dienstleistung 42 4946 2510899

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Verkehr

Die wichtigste Straßenverbindung ist die Landesstraße L521, die nach Südosten zur Murtal Straße führt.

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister

Wappen

Alle drei Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 15. Juli 2016.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In blauem Schild über grünem, mit drei silbernen achtblättrigen und golden besamten Blüten belegtem Schildfuß ein silberner dreispitziger Berg mit erhöhter Mittelspitze, belegt mit einer schwarzen Krähe.“

Persönlichkeiten

Krakauhintermühlen
Krakaudorf

Ehrenbürger der Gemeinde

Krakaudorf
Krakauhintermühlen
Krakauschatten

Literatur

Filme

Commons: Krakau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Krakautal – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. ↑ Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. ↑ Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 10. Oktober 2013 über die Vereinigung der Gemeinden Krakaudorf, Krakauhintermühlen und Krakauschatten, alle politischer Bezirk Murau. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 114, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 629.
  3. ↑ Ideen – Taten – Fakten, Nr. 1: Startkonferenz Bergsteigerdörfer im Bergsteigerdorf Ginzling, vom 10-11. Juli 2008, Österreichischer Alpenverein im Rahmen des Projekts „Alpenkonvention konkret: Via Alpina und Bergsteigerdörfer“, Fachabteilung Raumplanung-Naturschutz, Innsbruck 2008, S. 4. PDF-Download (Memento vom 8. November 2018 im Internet Archive), abgerufen am 7. November 2018.
  4. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  5. ↑ Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
  6. ↑ Otto Michael Schinko: Von Achner bis Zugtal: Berg-, Gewässer-, Haus-, Ried- und Siedlungsnamen im oberen Murtal. disserta Verlag, 2015, ISBN 978-3-95425-968-7, Eintrag Krakau: S. 73
  7. ↑ Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Krakau, Arbeitsstätten. (PDF) Abgerufen am 29. Dezember 2019.
  8. ↑ Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Krakau, Beschäftigte. (PDF) Abgerufen am 29. Dezember 2019.
  9. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Krakau, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 31. Oktober 2023.
  10. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Krakau, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 31. Oktober 2023.
  11. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Krakau, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 31. Oktober 2023.
  12. 1 2 STATcube. Statistik Austria, abgerufen am 31. Oktober 2023.
  13. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Krakau. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 1. Juli 2020.
  14. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Krakau. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 1. Juli 2020.
  15. ↑ Gemeindeamt, Standesamtsverband und Staatsbürgerschaftsverband Krakau: Amtsführer der Gemeinde Krakau. Abgerufen am 29. Dezember 2019.
  16. ↑ 93. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 7. Juli 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Gemeinde Krakau (politischer Bezirk Murau), abgerufen am 21. Oktober 2016