| Stadtgemeinde Murau | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Murau | |
| Kfz-Kennzeichen: | MU | |
| Fläche: | 76,69 km² | |
| Koordinaten: | 47° 7′ N, 14° 10′ O | |
| Höhe: | 829 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.337 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 44 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 8850 | |
| Vorwahl: | 03532 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 14 38 | |
| NUTS-Region | AT226 | |
| UN/LOCODE | AT MUR | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Raffaltplatz 10 8850 Murau | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Thomas Kalcher (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (21 Mitglieder) |
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| Lage von Murau im Bezirk Murau | ||
Historischer Ortskern von Murau mit der Stadtpfarrkirche, dem Schloss Obermurau, dem Schillerplatz und der Mur | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Murau ist eine Stadt in der Obersteiermark im Bundesland Steiermark in Österreich mit 3337 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Sie ist Verwaltungssitz des Bezirkes Murau.
Mit 1. Jänner 2015 wurden im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die vormals eigenständigen Gemeinden Laßnitz bei Murau, Stolzalpe und Triebendorf eingemeindet.


Das Gemeindegebiet umfasst vier Ortschaften und sechs Katastralgemeinden (Einwohner Stand 1. Jänner 2026; Fläche Stand 31. Dezember 2023):
| Ranten | St. Peter am Kammersberg | Teufenbach-Katsch |
| Sankt Georgen am Kreischberg | Sankt Lambrecht | |
| Metnitz (SV) | Friesach (SV) |
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Klimatabelle für Murau 1991–2020
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Murau (ID 15920), Normalperiode 1991–2020, aufbereitet von Tauernwetter Forschung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Das Gebiet wurde schon in der Bronze- und Römerzeit besiedelt, erstmals urkundlich erwähnt wurde Murau im Jahr 1250 als Murowe (Bedeutung ‚Aue an der Mur‘), das Stadtrecht wurde im Jahre 1298 verliehen.
Auf Grund antiker Entfernungsangaben aus der (diesbezüglich sehr ungenauen) Tabula Peutingeriana wurde im ausklingenden 18. und dem 19. Jahrhundert angenommen, dass Noreia, die Hauptstadt des keltischen Königreichs Noricum, sich bei Murau befunden haben soll. Gefunden wurde diese, trotz immer wiederkehrender Fundmeldungen, bis heute nicht. Ebenso wurde – des Namens wegen – hier die an der Römerstraße Virunum–Iuvavum gelegene Station Immurium vermutet, die wegen moderner Befunde aber bei Moosham im Lungau gesehen wird.
Das Gebiet von Murau war vom 13. bis ins 15. Jahrhundert das Zentrum des Herrschaftsgebietes der steirischen Adelsfamilie Liechtenstein. Diese Familie war eine eigenständige Familie, die unabhängig von der gleichnamigen Familie Liechtenstein aus Niederösterreich entstanden war. Der Minnesänger Ulrich von Liechtenstein, der auf der Frauenburg bei Unzmarkt lebte, stammt aus der steirischen Familie. Der Name dieser Familie wird von der Burg Liechtenstein östlich von Judenburg abgeleitet. Verwandtschaftsbeziehungen zwischen beiden Familien sind nicht auf gemeinsame Urahnen, sondern auf einzelne Eheschließungen zurückzuführen. Das Herrschaftsgebiet der steirischen Liechtensteiner reichte von Oberkärnten bis nach Niederösterreich (Kreuzstetten).
Das steirische Landgericht der Familie Liechtenstein an der Mur wurde 1256 erstmals in Urkunden erwähnt. Es umfasste das Murtal von der Salzburger Grenze zum Lungau bis nach Teufenbach im Osten. 1574 kaufe Anna Neumann die Herrschaft Murau. 1617 heiratete die 81-jährige Anna Neumann den 31-jährigen Reichsgrafen Georg Ludwig von Schwarzenberg. Seit damals gehört das Schloss den Schwarzenbergs, die bis heute im Schloss ansässig sind.
Während des Zweiten Weltkrieges befand sich in Murau ein Gefangenenlager der deutschen Wehrmacht, in dem gegen Kriegsende hauptsächlich britische Kriegsgefangene interniert waren. In den ersten Maitagen des Jahres 1945 befreiten Widerstandsgruppen diese Gefangenen, um den sowjetischen Truppen bei ihrem Einmarsch vorzugaukeln, dass Murau schon von den Briten besetzt sei. Tatsächlich zogen die Sowjets wieder ab und überließen die Stadt den Briten. Die Stadt lag bis zum Jahre 1955 in der britischen Besatzungszone. Die Idee dazu hatte der lokale Heimwehrführer und Gemeinderat Karl Brunner, der kurz zuvor aus seiner Gefängniszelle in Graz freigelassen worden war.
Die Bezirkshauptmannschaft Murau wurde in den Jahren 1999 bis 2001 von den Architekten Wolfgang Tschapeller / Friedrich W. Schöffauer auf einem zur Mur abfallenden Hang neu errichtet.
| Murau: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 2.543 | |||
| 1880 | 2.765 | |||
| 1890 | 2.702 | |||
| 1900 | 2.959 | |||
| 1910 | 3.111 | |||
| 1923 | 3.481 | |||
| 1934 | 3.727 | |||
| 1939 | 3.900 | |||
| 1951 | 4.645 | |||
| 1961 | 4.530 | |||
| 1971 | 4.586 | |||
| 1981 | 4.554 | |||
| 1991 | 4.377 | |||
| 2001 | 4.121 | |||
| 2011 | 3.735 | |||
| 2021 | 3.428 | |||
| 2026 | 3.337 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||




Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.
| Blasonierung: „In rotem Schild eine silberne, schwarz ausgefugte gezinnte Stadtmauer mit offenem Tor und aufgezogenem goldenen Fallgitter, dahinter zwei silberne, viereckige Türme mit je doppeltem Rundfenster, schwarzem, silbern ausgefugtem Spitzdach und goldenem Knauf, zwischen denen die Zinnen der rückwärtigen Ringmauer erkennbar sind; gegen die seitlichen Schildränder beiderseits je ein kleinerer Turm ähnlicher Gestaltung, jedoch ohne Rundfenster. Über der rückwärtigen Ringmauer an einer am oberen Schildrand mittig angebrachten silbernen Hängevorrichtung ein am linken Obereck abhängendes silbernes Schildchen mit zwei schwarzen Schrägrechtsbalken.“ | |
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Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 1. Dezember 2015. |