Kristina Kanders

Kristina Kanders (* 1962 in Köln) ist eine deutsche Künstlerin und ehemalige Musikerin.

Leben

Kanders ist eine Tochter der Sängerin Agnes Giebel. In der Schulzeit konzentrierte sie sich auf die Malerei, bevor sie sich nach dem Abitur dem Schlagzeug zuwandte. 1987 ging Kanders nach New York, um zu studieren (1992 Bachelor of Fine Arts Degree an der Parsons School of Design, 1997 Master of Arts Degree am Queens College). Sie studierte u. a. bei Ron Carter, Jimmy Heath, Kenwood Dennard, Jojo Mayer, Bernard Purdie, Kenny Werner und Jim Hall. Von 1994 bis 2005 unterrichtete Kanders an der New School University.

Von New York aus trat Kanders zwischen 1987 und 2005 bei Konzerten, Festivals und Rundfunksendungen in den USA und Europa auf, unter anderem mit Cyro Baptistas Beat the Donkey (Big Bang Percussion Festival) (u. a. Carre/Amsterdam, Phillipszaal/Maastricht, Vredenburg/Den Haag, Vooruit/Gent, Jazz Festival Willisau, Schweiz; Guimaraes Jazz Festival, Culturgest, Lissabon, Portugal; hinzu kamen New Yorker Auftritte mit Baptista im Guggenheim Museum, NY Stock Exchange, Bowery Ball Room, Tonic, Brooklyn Museum; Central Park/Summerstage; SOB’s und Knitting Factory. Besondere Gäste waren John Zorn, Marc Ribot, David Brosa und Cibo Mato.). Mit ihrer eigenen Band Sambanditos spielte sie u. a. im Madison Square Garden, der Carnegie Hall, dem Lincoln Center, dem Museum of Modern Art, Princeton University, Museo del Barrio, und mehrere United Nations Events sowie auf dem Pori Jazz Festival. Weiter spielte sie mit der Kit McClure Big Band, Joe McGinty, Huevos Rancheiros, Boo Trundle, Maria Excommunikata.

Seit 2005 lebt Kanders wieder in Köln. 2006 bis 2009 spielte sie regelmäßig Schlagzeug für Frank Köllges Adam Noidlt Missiles Orchester. 2008 erschien ihr Solo-Debütalbum For All People. 2010 veröffentlichte sie ihre zweite CD Say Something. Es folgten weitere Musik- und Kunstvideos und Kunstausstellungen. Ihre Videos Say Something und Human Rights wurden durch das CologneOff VIII Videoart Festival international gezeigt (u. a. USA, Indien, Russland, Island, Ungarn, Mexiko, Argentinien, Marocco, Spanien). Seit 2012 hat sie ihren Schaffensschwerpunkt komplett in die bildende Kunst verlagert. Ab 2014 konzentriert sich Kanders auf die Serie Disappearing Housewives, zu der 2019 ein Katalog erschien.

Ausstellungen (Auszug)

(K = Katalog)

Preise

Literatur

Film, TV- und Konzert-Auftritte und Beiträge

Diskographische Hinweise

Einzelnachweise, Fußnoten

  1. ↑ focus.de (Memento des Originals vom 29. Januar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; Focus Mai 2017
  2. 1 2 Keine Scheu vor Elektronik in Jazzzeitung 5/2010
  3. ↑ ; (Englisch) Local 802 Artikel, June 2006
  4. ↑ ; Maria Excommunikata on Youtube
  5. ↑ For All People. In: discogs.com. Abgerufen am 4. November 2018 (englisch).
  6. ↑ ; discogs.com
  7. ↑ Vgl. melodiva.de Rezension 2010
  8. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 3. Januar 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 5. Januar 2020
  9. ↑ Montserrat Manke: "Leicht.Sinn": Ausgezeichnete Kunst. In: rheinische-anzeigenblaetter.de. (rheinische-anzeigenblaetter.de [abgerufen am 4. November 2018]).
  10. ↑ Myriam Thyes – Global Vulva
  11. ↑ Diese CD hat Jon Pareles, Haupt-Musikkritiker der New York Times als eine der 10 besten alternativen CDs des Jahres 2002 genannt
Personendaten
NAME Kanders, Kristina
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schlagzeugerin, Perkussionistin, Komponistin und Sängerin
GEBURTSDATUM 1962
GEBURTSORT Köln