Krykajny

Krykajny
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Krykajny (Polen)
Krykajny (Polen)
Krykajny
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ebląg
Gmina: Godkowo
Geographische Lage: 54° 5′ N, 19° 58′ OKoordinaten: 54° 4′ 58″ N, 19° 58′ 18″ O
Einwohner: 54 (2021)
Postleitzahl: 14-407
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 513: (Elbląg–) Krosno–Pasłęk–Godkowo ↔ Orneta–Lidzbark Warmiński–Wozławki
Dobry–Piskajny → Krykajny
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Krykajny (deutsch Krickehnen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.

Geographische Lage

Krykajny liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer östlich der Stadt Pasłęk bzw. 34 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.

Geschichte

Das einst Krickein – vor 1875 Krückehnen, nach 1785 Krikehnen und nach 1871 Krickehnen – genannte Ort bestand aus mehreren kleinen Höfen und Gehöften. Es existierte bereits zur Zeit des Deutschen Ordens als dem Kammeramt Bordehnen in der Komturei Elbing zugehörig. 1448 wurde das Dorf im Zinsbuch der Komturei Elbing erwähnt.

Im Jahre 1785 wurde Krückehnen als adliges Dorf mit 13 Feuerstellen genannt, im Jahre 1820 als ebensolches mit zwölf Feuerstellen bei 81 Einwohnern.

Die Landgemeinde Krickehnen kam 1874 zum neu errichteten Amgtsbezirk Schwöllmen im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg. Die Zahl der Dorfeinwohner stieg bis 1885 auf 113 und belief sich im Jahre 1910 auf 114.

Am 30. September 1928 vergrößerte sich die Landgemeinde Krickehnen, als die Exklaven Gemitten-Wald und Pfeiffertswalder Wald des Gutsbezirks Schwöllmen sowie das Vorwerk Bernhardshof nach Krickehnen eingemeindet wurden. Schlussendlich wurde der Amtsbezirk Schwöllmen mit vier Orten umbenannt in
Amtsbezirk Krickehnen:

Deutscher NamePolnischer NamenAnmerkungen
KrickehnenKrykajny
PeiskamPiskajny
PfeiffertswaldeGwiździnywurde 1939 nach Reichwalde im Amtsbezirk Podangen umgegliedert
SchönbornSzymbory

Im Jahre 1933 zählte das Amtsdorf Krickehnen 84 Einwohner, im Jahre 1939 waren es 114.

Das gesamte südliche Ostpreußen wurde 1945 in Kriegsfolge an Polen abgetreten. Krickehnen erhielt die polnische Namensform „Krykajny“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Krykajny 54 Einwohner.

Religion

Krickehnen war bis 1945 in die evangelische Kirche in Döbern in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Josef in Preußisch Holland eingepfarrt.

Heute gehört Krykajny zur katholischen Pfarrei in Wilczęta mit der Filialkirche in Dobry im Dekanat Pasłęk I im Bistum Elbląg, sowie zur evangelischen St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, einer Filialkirche der Pfarrei Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Krykajny liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 513, die die Städte Elbląg, Pasłęk, Orneta und Lidzbark Warmiński miteinander verbindet und bis nach Wozławki führt. Eine von Dobry über Piskajny kommende Nebenstraße endet in Krykajny.

Eine Bahnanschluss besteht nicht. Von 1925 bis 1945 war Döbern die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke (Elbing–) Schlobitten–Wormditt (–Allenstein), die nicht mehr existiert.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Posla w Liczbach: Wieś Krykajny (polnisch)
  2. ↑ Dietrich Lange: Krickehnen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. 1 2 3 4 Krickehnen. GenWiki, abgerufen am 18. August 2026.
  4. 1 2 3 Rolf Jehke: Amtsbezirk Schwöllmen/Spanden/Krickehnen
  5. ↑ Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland
  6. ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 19568, S. 470