Kudlichdenkmäler wurden zu Ehren von Hans Kudlich, Abgeordneter des Österreichischen Reichstages von 1848, in zahlreichen Orten in der Tschechoslowakei und Österreich errichtet. Als Abgeordneter war Kudlich maßgeblich an dem Beschluss vom 7. September 1848 zur Abschaffung der Erbuntertänigkeit und der Frondienste der Bauern in Österreich beteiligt. Die Leibeigenschaft war bereits 1781 durch das Untertanenpatent unter Joseph II. aufgehoben worden, siehe Josephinismus.


Vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Böhmen nur wenige Kudlichdenkmäler, z. B. in Teplitz und Losdorf. Die meisten Denkmäler sind erst nach 1923 durch die Umwidmung von Kaiser-Joseph-II.-Denkmälern entstanden.
In der Tschechoslowakei wurden nach dem „Gesetz zum Schutz der Republik vom 19. März 1923“ (Zákon na ochranu republiky č. 50/1923, § 26) alle Denkmäler, Inschriften, Büsten, Tafeln, Bilder und Wappen, die an Mitglieder der Dynastien erinnerten, die in Österreich, Ungarn, Österreich-Ungarn oder im Deutschen Reich geherrscht hatten, als staatsfeindlich bezeichnet und mussten entfernt werden. Dieses Gesetz trat am 1. Mai 1923 in Kraft. Nach der Entfernung der Kaiser-Joseph-II.-Denkmäler wurden an deren Stelle meist Hans-Kudlich-Denkmäler oder Kriegerdenkmäler errichtet.
Viele Kudlichdenkmäler sind durch die Darstellung eines Pfluges auf einem Podest gekennzeichnet. Die Anwendung des Pflugmotivs könnte auf das Denkmal für Přemysl den Pflüger auf dem Königsfeld bei Staditz zurückgehen, dass Graf Nostitz 1841 hatte errichten lassen. Zum Vergleich wird hier das Denkmal für Přemysl den Pflüger auf dem Königsfeld bei Staditz gezeigt. Wahrscheinlicher ist aber eine versteckte Anspielung auf Kaiser Joseph II., der wegen seines legendären Furchenzugs von Slawikowitz als „Joseph – der Pflüger“ in die Geschichte einging. Das Motiv des pflügenden Kaisers Joseph ist dabei vielfach Gegenstand künstlerischer Darstellungen gewesen.
Bei den nach 1990 neu bzw. wieder errichteten Denkmälern wurde meist ein Relief mit dem Kopf Hans Kudlichs verwendet.
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Außerdem gibt es einen Aussichtsturm, die Kudlichwarte, auf dem Wachberg / Strážiště (400 m) in der Nähe seines Geburtsortes Lobenstein bei Jägerndorf (Úvalno) in Mährisch-Schlesien, errichtet 1913, wiedereröffnet im Jahr 2000.