Kurt Fiebich

Fritz Kurt Fiebich (* 8. März 1921 in Leipzig; † 1. Februar 2020 in Düsseldorf) war ein deutscher Politiker (SPD).

Leben

Fiebich absolvierte eine Lehre zum Kaufmann in einer Leipziger Großdruckerei. Während des Zweiten Weltkriegs kämpfte er als Soldat. Bei Kriegsende geriet er in britische Kriegsgefangenschaft. Danach ließ er sich in Vechta nieder, wo er einem Torfgewinnungsbetrieb auch unternehmerisch tätig war. Über den zweiten Bildungsweg absolvierte er ein mehrjähriges Studium an der Hamburger Akademie für Wirtschaft und Politik und widmete sich dort insbesondere bilanztechnischen und aktienrechtlichen Fragen.

Nach Abschluss seines Studiums war er unter anderem als freier Journalist, Vortragsredner und Angestellter im Kölner Amerika-Haus tätig. Er verfasste zahlreiche Aufsätze über Wirtschafts- und Bevölkerungsprobleme. Er war sechs Jahre lang war er Assistent des damaligen Arbeitsdirektors Harald Koch beim Vorstand der Hoesch AG in Dortmund. Dort schied er aus, nachdem er in einem Leserbrief die Investitionspolitik der Montanindustrie kritisiert hatte.

Später war Fiebich Volkshochschuldozent in Dortmund. Mediale Bekanntheit erlangte er insbesondere in seiner Funktion als Kleinaktionärsvertreter. Er war als Kleinaktionär an rund 40 Unternehmen beteiligt und galt als „Hauptversammlungsschreck“.

Politik

Als Abgeordneter der SPD gehörte Fiebich vom 23. Mai 1946 bis zur letzten Sitzung am 6. November 1946 dem Ernannten Landtag von Oldenburg an. Zudem war er Mitglied des Stadtrats von Vechta und des Kreistags des Landkreises Vechta, zuletzt als stellvertretender Landrat. Später verließ er die SPD und trat zur Bundestagswahl 1965 im Bundestagswahlkreis Dortmund III als unabhängiger Einzelbewerber an, ohne sich jedoch gegen den SPD-Abgeordneten Walter Behrendt durchsetzen zu können. Im Vorfeld der Bundestagswahl 1969 initiierte er die Gründung einer „Deutschen Reformpartei“, die jedoch nie zu Wahlen antrat. Später trat er der FDP bei.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Kurt Fritz Fiebich. Ein sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter aus Vechta. In: issuu.com. Kulturland Oldenburg, Februar 2020, S. 15, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. März 2025 (Nummer 184). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  2. ↑ Kurt Fiebich. In: Spiegel Online. 25. Dezember 1983, abgerufen am 4. September 2026.
Personendaten
NAME Fiebich, Kurt
ALTERNATIVNAMEN Fiebich, Fritz Kurt (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Politiker (SPD), MdL
GEBURTSDATUM 8. März 1921
GEBURTSORT Leipzig
STERBEDATUM 1. Februar 2020
STERBEORT Düsseldorf