Kurt Reumann

Kurt Hinrich Reumann (* 24. September 1934 in Wesselburen, Dithmarschen; † 12. November 2023 in Herrenberg) war ein deutscher Journalist.

Leben

Nach dem Abitur in Neumünster verdiente Reumann sich beim Holsteinischen Courier mit einem zweijährigen Volontariat Geld für das Studium. In Berlin studierte er an der Freien Universität Publizistik, Germanistik, Kunstgeschichte und Politologie. 1964 promovierte er bei Emil Dovifat, dessen Assistent er 1963 bis 1965 war, über politische Karikaturen. Danach gewann er am Institut für Demoskopie Allensbach bei der Dovifat-Schülerin Elisabeth Noelle-Neumann Einblick in die Meinungsforschung. Er wurde dann am Institut für Publizistik der Universität Mainz wissenschaftlicher Mitarbeiter von Elisabeth Noelle-Neumann.

1970 trat er in die Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein. Er war zuständig für Berichte und Kommentare zur Bildungspolitik, insbesondere für die Hochschulen. Ein weiteres Spezialgebiet war die Umfrageforschung samt Wahlanalysen. Zehn Jahre lang gestaltete er die Seite „Jugend schreibt/Zeitung in der Schule“ als verantwortlicher Redakteur (bis Juli 1997). Über dieses Pilotprojekt schrieb er für die Reihe „Texte + Thesen“ des Verlages A. Fromm einen Band unter dem Titel Lesefreuden und Lebenswelten (1992).

Daneben war Kurt Reumann von 1995 bis 2004 stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Seit 2008 war er Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Reumann beschäftigte sich ebenfalls intensiv mit der Rechtschreibreform. Er war verheiratet und Vater dreier Kinder. Kurt Reumann starb am 12. November 2023 im Alter von 89 Jahren in Herrenberg.

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, 16. November 2023, abgerufen am 16. November 2023.
  2. ↑ Kurt Reumann gestorben. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, 14. November 2023, abgerufen am 16. November 2023 (Leseprobe).