| Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank – | |
|---|---|
| Staat | |
| Sitz | Karlsruhe |
| Rechtsform | Anstalt des öffentlichen Rechts |
| Bankleitzahl | 660 107 00 |
| BIC | LKBW DE6K XXX |
| Gründung | 1. Dezember 1998 |
| Website | www.l-bank.de |
| Geschäftsdaten 2025 | |
| Bilanzsumme | 91.759,86 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | 1.700 |
| Leitung | |
| Verwaltungsrat | Danyal Bayaz, Vorsitzender; Manuel Hagel, 1. stv. Vorsitzende; Nicole Hoffmeister-Kraut, 2. stv. Vorsitzende |
| Vorstand | Edith Weymayr, Vorsitzende; Iris Reinelt, Mitglied; Johannes Heinloth, Mitglied |
Die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank – (L-Bank) ist das Landesförderinstitut des Landes Baden-Württemberg und ein deutsches Kreditinstitut in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Karlsruhe und einer Niederlassung in Stuttgart.
Rechtsgrundlagen bezüglich der Bank sind das Gesetz über die L-Bank vom 11. November 1998 des Landes Baden-Württemberg und die von der Landesregierung erlassene Satzung. Das Land Baden-Württemberg ist Gewährträger und trägt die Anstaltslast. Organe der Bank sind der Vorstand als geschäftsführendes Gremium und der Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium.
Die Ursprünge der L-Bank liegen in der staatlichen Wohnungsbauförderung der 1920er Jahre. Angesichts der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg wurde am 1. April 1924 die Württembergische Wohnungskreditanstalt in Stuttgart gegründet. Die Initiative dazu ging vom württembergischen Innenminister Eugen Bolz aus. Die Anstalt sollte den Wohnungsbau durch die Vergabe staatlich geförderter Darlehen unterstützen.
Aus den bestehenden Wohnungsfürsorgekassen entstand 1934 in Baden die Badische Landesfürsorgeanstalt für Wohnungsbauförderung. Im Jahr 1935 wurde sie in Badische Landeskreditanstalt für Wohnungsbau umbenannt.
Während der Zeit des Nationalsozialismus unterschieden sich die Förderpraktiken der beiden Institute voneinander. Laut einer historischen Untersuchung von Frederick Bacher berücksichtigte die Badische Landeskreditanstalt bei der Kreditvergabe rassenbiologische Kriterien, während die Württembergische Einrichtung stärker an bisherigen Auswahlmaßstäben festhielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag der Fokus der Institute vor allem auf der Förderung des Wohnungsbaus für Familien sowie für Heimatvertriebene und Flüchtlinge. Die Badische Landeskreditanstalt musste ihren Geschäftsbetrieb infolge der Kriegszerstörungen zunächst in Ausweichquartieren fortsetzen. Erst 1957 bezog sie ein neues Dienstgebäude am Karlsruher Schlossplatz.
Im Jahr 1972 fusionierten die Badische Landeskreditanstalt und die Württembergische Landeskreditanstalt zur Landeskreditbank Baden-Württemberg mit Hauptsitz in Karlsruhe. Damit wurden die zuvor getrennten Förderstrukturen der beiden Landesteile zusammengeführt.
Es handelt sich um die Förderbank des Landes Baden-Württemberg. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Wirtschaftsförderung von kleinen und mittleren Unternehmen, die Förderung des Wohnungsbaus, der Infrastruktur sowie von Familien mit Kindern (z. B. durch Elterngeld und durch die Unterstützung bei Bildungsmaßnahmen). Dabei steht sie nicht im Wettbewerb mit Banken und Sparkassen, sondern arbeitet bei der Entwicklung von Finanzierungslösungen aktiv mit ihnen zusammen.
Sie betreibt darüber hinaus durch Tochtergesellschaften mehrere Technologieparks in Baden-Württemberg, darunter den Stuttgarter Engineering Park (STEP) in Stuttgart-Vaihingen, den Technologiepark Karlsruhe (TPK), den Technologiepark Tübingen-Reutlingen (TTR), den Technologiepark Mannheim (TPMA) sowie das Freiburger Innovationszentrum (FRIZ).
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2025 91,76 Milliarden Euro. Die L-Bank stand damit an 19. Stelle in der Liste der größten Banken in Deutschland. Die L-Bank beschäftigt rund 1.700 Mitarbeitende an ihren Standorten Karlsruhe und Stuttgart.
Die Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s bewerten die L-Bank mit Aaa bzw. AA+ bei stabilem Ausblick („outlook stable“).
Zuletzt erregte die L-Bank im Januar 2024 dadurch Aufsehen, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgrund schwerwiegender Mängel im Informationssicherheits- und im Informationsrisikomanagement die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation verlangte und aufgrund des erhöhten Risikos eine Erhöhung der Eigenmittelanforderungen angeordnet hat.
Die Bank besitzt eine wertvolle Sammlung alter Musikinstrumente. Diese umfasst unter anderem 18 Streichinstrumente, davon 11 Violinen, 3 Violen und 4 Celli, darunter 5 Stradivari-Violinen. Die Instrumente werden an junge Talente verliehen und sind daher alle in Gebrauch.
Per Erbbauvertrag war die Landeskreditbank von 1985 bis 2025 Eigentümerin von Schloss Maurach, einem Gebäudekomplex im Barockstil unterhalb der Wallfahrtskirche Birnau direkt am Ufer des Bodensees bei Uhldingen-Mühlhofen, der nach Umbau- und Modernisierungsarbeiten seit 1988 als Kongresszentrum genutzt wird. Die Staatsbank beendet zum Jahresende die Trägerschaft des Anwesens.
Die Landeskreditbank ist seit 1993 Eigentümerin des Staatsweinguts Karlsruhe-Durlach. Die L-Bank hat das Gut im Rahmen der Rechtsnachfolge übernommen. Das Staatsweingut am Durlacher Turmberg widmet sich dem Anbau traditioneller Rebsorten. Der Turmberg ist Teil des Weinanbaugebiets Baden. Das Staatsweingut strebt eine qualitäts- und umweltorientierte Produktion hochwertiger Weine auf historischem Boden an.
Koordinaten: 49° 0′ 38″ N, 8° 24′ 19,9″ O