| Name | MotoGP: Castrol Honda LCR Pro Honda LCR |
| Unternehmenssitz | Monaco |
| Teamchef | Lucio Cecchinello |
| Fahrer | MotoGP: #5 Johann Zarco #11 Diogo Moreira |
| Motorrad | MotoGP: Honda RC213V |
| Statistik | |
|---|---|
| Erster Grand Prix | Großer Preis von Malaysia 1996 |
| Gefahrene Rennen | |
| Team-WM | WM-Sechster 2013 |
| Fahrer-WM | |
| Rennsiege | 11 (125 cm³) 9 (250 cm³) 5 (MotoGP) |
| Pole Positions | |
| Schnellste Runden | |
| Punkte | |

Das LCR Team ist ein Motorradsport-Team aus Monaco und Italien, gegründet von Lucio Cecchinello. LCR ist ein Akronym für Lucio Cecchinello Racing.
Es tritt seit 2006 in der MotoGP-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft an und verwendet seit dem Einstieg in diese Klasse Motorräder von Honda.
Das Team wurde 1996 gegründet und trat zunächst in der 125-cm³-Klasse an, mit Cecchinello als Fahrer und Besitzer in einer Position – bis einschließlich 2000 und seit 2006 auf Honda, dazwischen auf Aprilia. Cecchinello war bis einschließlich 2003 als Fahrer aktiv. 2002 weitete er das Engagement seines Teams auf die 250-cm³-Klasse aus. Nach seinem Rückzug als Aktiver konzentrierte sich Cecchinello vollständig auf die Leitung seines Teams.
Am Ende der Saison 2004 zog sich LCR aus der kleinen, am Saisonende 2005 aus der mittleren Klasse zurück, um 2006 in die MotoGP-Klasse einzusteigen. 2005 hatte man Casey Stoner in der Viertelliterklasse die Vizeweltmeisterschaft errungen. In der Saison 2006 setzte LCR eine Honda RC211V ein, die von Stoner pilotiert wurde. Der damals 20-jährige Australier gab eine Starke Debütsaison in der Königsklasse, fuhr bereits beim zweiten Rennen, in Katar, auf die Pole-Position und errang beim dritten Saisonlauf in der Türkei mit Rang zwei hinter Marco Melandri den ersten und einzigen Podestplatz des Jahres. Nachdem Stoner die Saison als Achter der Gesamtwertung abgeschlossen hatte, wurde er vom Ducati-Werksteam verpflichtet.
Für die Saison 2007 setzte LCR auf den Spanier Carlos Checa als Fahrer. Zudem kam mit der Honda RC212V eine neue Maschine, die aufgrund des neuen Reglements über 800 cm³ Hubraum verfügte – bis einschließlich 2006 waren in der MotoGP-Klasse maximal 990 cm³ Hubraum erlaubt. Checa kam mit der Maschine nur selten zurecht. Bestes Einzelergebnis war der sechste Platz beim Großen Preis von San Marino; er beendete die Saison als Gesamt-13.

Zur Saison 2008 verpflichtete LCR den Franzosen Randy de Puniet, der bereits 2003 und 2004 für das Team in der 250-cm³-Klasse gefahren war. In der ersten Saison auf Reifen von Michelin tat man sich genauso schwer um die vorderen Plätze zu kämpfen wie im Jahr zuvor. Zur Saison 2009 wechselte man auf die Bridgestone-Einheitsreifen. Beim Großbritannien-Grand-Prix 2009 erreichte man mit Platz drei den ersten Podestrang seit Stoner im Jahr 2006. Nach der Saison 2010 und WM-Rang neun de Puniet LCR in Richtung Pramac Racing und das Team verpflichtete für 2011 Toni Elías.
In der Saison 2011 trat Elías, 2010 erster Weltmeister der neu gegründeten Moto2-Klasse geworden, für LCR an. Er wurde Gesamt-15. mit fünf Top-10-Ergebnissen.

In der Saison 2012 setzte LCR, wie das Honda-Werksteam, die neue Honda RC213V ein. Von 2012 bis 2014 fuhr der Deutsche Stefan Bradl für das Team. LCR verpflichtete ihn als amtierenden Moto2-Weltmeister. Bradl fuhr konstant in unter die besten zehn, errang mit Platz vier beim Großen Preis von Italien in Mugello sein bestes Ergebnis und war am Ende der Saison auf Rang acht Rookie of the Year. 2013 erreichte Bradl beim Grand Prix der USA in Laguna Seca hinter Werkspilot Marc Márquez seinen ersten und einzigen Podestplatz für das Team. Beim letzten Training zum Malaysia-Grand-Prix brach er sich den rechten Knöchel und musste daraufhin die nächsten Grands Prix auslassen. Die Verletzung kostete ihm einen Gesamtrang unter den besten fünf. Für 2014 verblieb Bradl im Team. Im Gegensatz zur vorherigen Saison tat man sich schwerer. Bradl erreichte keinen Podestplatz und rutschte in der Gesamtwertung von Rang sieben auf Rang neun ab. In der Teamwertung ging es von Rang sechs auf Rang acht.

2015 trat man erstmals mit zwei Maschinen an. Grund hierfür war der Wechsel von Gresini Racing vom Honda-Kundenteam zu Aprilia, für die man die Werkseinsätze übernahm. Fahrer waren der Brite Cal Crutchlow und der Australier Jack Miller. Für 2016 verließ Miller LCR und wechselte zu Estrella Galicia 0,0 Marc VDS. Dadurch war man 2016 wieder nur mit einer Maschine im Feld vertreten. Crutchlow gelang beim Grand Prix von Tschechien sein erster Sieg und auch der erste Sieg für LCR in der MotoGP-Klasse. Er beendete die Saison nach einem weiteren Sieg in Australien als Gesamtsiebenter.
Zur Saison 2018 verpflichtete man neben Crutchlow den Japaner Takaaki Nakagami. Beide Maschinen wurden von verschiedenen Firmen gesponsert. Crutchlows Maschine nach wie vor von Castrol, während Nakagamis Maschine die Farben von Idemitsu trug. Dies ermöglichte LCR dauerhaft zwei Maschinen einzusetzen. Dieses System wurde bis Ende 2025 beibehalten und führte zu den zwei verschieden lackierten Motorrädern des gleichen Teams im Feld.

Crutchlow fuhr bis zu seinem Karriereende 2020 für LCR. Als Nachfolger wurde für 2021 Álex Márquez unter Vertrag genommen, der 2020 für das Werksteam Repsol Honda gefahren war. Nakagami blieb dem Team bis Ende 2024 erhalten. Als Nachfolger für Márquez wurde 2023 Alex Rins bestätigt, der beim Grand Prix of The Americas seinem dritten Rennen für LCR einen Sieg einfuhr. Dies war jedoch ein seltener Lichtblick, da beide Fahrer zunehmend mit der nicht konkurrenzfähigen Honda zu kämpfen hatte. Man rutschte in der Teamwertung aus dem Mittelfeld auf die hinteren Positionen ab. Rins stürzte beim GP von Italien schwer und fiel über längere Zeit aus. Im Nachhinein betrachtet, erholte sich Rins von diesem Sturz nie wieder vollständig.

Als Nachfolger für den zu Yamaha abgewanderten Rins wurde Johann Zarco von Pramac-Ducati für die Saison 2024 verpflichtet. Zarco gewann 2025 viel umjubelt seinen Heim-Grand-Prix in Frankreich im Regen. Auf Nakagami folgte 2025 der Thai Somkiat Chantra. Diesem gelang es nicht, die Erwartungen zu erfüllen und er wurde nach nur einer Saison durch Diogo Moreira ersetzt, den Moto2-Weltmeister von 2025. Mit der Verpflichtung Moreiras endete auch die Zusammenarbeit zwischen Honda, LCR und Idemitsu, die seit 2018 angehalten hatte und damit verbunden war, immer einen asiatischen Fahrer auf der Maschine von LCR einzusetzen. Die von Moreira gefahrene Maschine wird von der hauseigenen Marke Pro Honda gesponsert. Unter dieser werden Schmierstoffe und weitere chemische Produkte angeboten.
Zur Saison 2026 starteten Zarco in seine dritte Saison für LCR, sowie Moreira als Rookie. Zarco verletzte sich beim Großen Preis von Katalonien so schwer, dass er mehrere Rennen verletzt pausieren musste. Ab dem GP von Italien trat LCR langjähriger Fahrer Cal Crutchlow als Ersatz für Zarco an. Trotz seiner schwerwiegenden Verletzung war es Zarco möglich beim Aragonien-GP wieder anzutreten. Moreira gelang es schnell, sich an die wesentlich leistungsstärkere MotoGP-Maschine anzupassen. Er fuhr konstant in die Punkte. Sein bisher bestes Ergebnis war ein sechster Platz beim GP von Ungarn.
Beim inoffiziellen Heim-Grand-Prix in Misano feierte LCR 2026 sein 30-jähriges Bestehen als Rennteam.
| Saison | Klasse | Rennen |
|---|---|---|
| 1998 | 125 cm³ | |
| 2001 | 125 cm³ | |
| 2002 | 125 cm³ | |
| 2003 | 250 cm³ | |
| 125 cm³ | ||
| 2004 | 250 cm³ | |
| 125 cm³ | ||
| 2005 | 250 cm³ | |
| 2016 | MotoGP | |
| 2018 | MotoGP | |
| 2021 | MotoE | |
| 2022 | MotoE | |
| 2023 | MotoGP | |
| MotoE | ||
| 2024 | MotoE | |
| 2025 | MotoGP | |
| MotoE |