Lahnwaberl

Das Lahnwaberl ist eine Gestalt aus der Sagenwelt der heutigen Süd- und Weststeiermark.

Etymologie

Der Name Lahnwaberl setzt sich zusammen aus „Lahn“ (a. d. mhd. lēne = Gießbach), dem Namen eines lokalen Bachlaufs, und der Diminutivform „Weib“ = „waberl“.

Auftreten in Sagen

Das Lahnwaberl wird als weiblicher Wassergeist in Frauengestalt beschrieben. Einst soll es einmal eine Zauberin und Schlossherrin gewesen sein. Ihr Schloss jedoch versank im angrenzenden sumpfigen Fluss, der Lahn (ein Nebenbach Kainach), weshalb sich das Gespenst auch heute noch in jener Gegend aufhalten soll. Oft zeigt es sich als schemenhafte Erscheinung wie z.b. als Irrlicht, doch viele Überlieferungen beschreiben eine junge Frau mit langen, goldenen Haaren. Ein schlichtes, cremefarbenes Kleid umhüllt ihre Gestalt, gehalten von einem grünen Gürtel, an dem alte Schlüssel baumeln. Je dunkler die Nacht ist, desto schöner und verführerischer wirkt das Lahnwaberl. Doch mit dem Näherkommen des Tages verändert sich ihr Anblick: Ihr Glanz schwindet, das Haar verliert seinen Schimmer, und die Gestalt wird alt, grau und gebrechlich.

Ihre boshafte Wesensart ist Teil vieler Sagen.

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ Sagenreiche Steiermark. In: Radio Steiermark. 26. November 2012, abgerufen am 2. Dezember 2017.