Lars Spannagel

Lars Spannagel (* 1978 in Berlin) ist ein deutscher Journalist.

Werdegang

Spannagel, dessen Großmutter in der Stadt Lokaljournalistin gewesen war, wuchs in Berlin auf. Er studierte in seiner Heimatstadt sowie in Potsdam und New York Politikwissenschaft und Nordamerikastudien, seine in englischer Sprache verfasste Magisterarbeit The American hegemon between multiculturalism and unilateralism: U.S. foreign policy in the UN security council before the second Iraq war wurde 2005 an der Freien Universität Berlin angenommen. Danach durchlief er die Deutsche Journalistenschule in München.

Nachdem er zunächst für die Süddeutsche Zeitung geschrieben hatte, war er ab 2008 freier Mitarbeiter beim Tagesspiegel und veröffentlichte ebenfalls Berichte in anderen Medien, darunter Die Zeit, Jüdische Allgemeine, Potsdamer Neueste Nachrichten, Die Tageszeitung und 11 Freunde. Ab 2012 gehörte er der Sportredaktion des Tagesspiegels an. Sein Fachgebiet ist der Basketballsport. Spannagel ist selbst Basketballspieler, 1996 trat er der BG Zehlendorf bei, 2019 wurde er mit der Ü35-Mannschaft des Vereins in dieser Altersklasse Zweiter der Deutschen Meisterschaft und 2022 mit der Zehlendorfer Ü40 ebenfalls deutscher Vize-Meister. Im November 2017 wechselte er beim Tagesspiegel aus der Sportredaktion in das Ressort Seite3/Mehr Berlin, im Mai 2022 verließ er den Tagesspiegel und schloss sich als Redakteur dem neu gegründeten Ressort Wochenende bei Zeit Online an, dessen Leitung er später übernahm.

Spannagel gewann beim vom Verband Deutscher Sportjournalisten ausgeschriebenen Wettbewerb Großer VDS-Preis 2018, 2020 und 2025 den ersten Preis: Damit wurden seine Zeitungsbeiträge Das Schleudertrauma über den Diskuswerfer Christoph Harting (erschienen am 17. August 2018 im Tagesspiegel), Ein Mann zieht durch über den Kanuten Ronald Rauhe (erschienen am 3. Juli 2020 im Tagesspiegel) und Wie Samuel Fitwi mit 27 zum Wunderkind wurde über den Marathonläufer Samuel Fitwi (erschienen am 11. September 2025 in der Zeit) ausgezeichnet. 2014, 2019 und 2024 wurde beim gleichen Sportjournalismus-Wettbewerb jeweils der zweite Preis an Spannagel vergeben. 2020 kam sein Tagesspiegel-Beitrag über den Weltrekordversuch von Marathonläufer Eliud Kipchoge beim Sportmedienpreis des internationalen Sportjournalismus-Verbandes (AIPS) auf den zweiten Platz.

An der Berliner Journalistenschule und der Holtzbrinck-Schule für Journalismus war Spannagel als Dozent tätig.

Einzelnachweise

  1. ↑ SZ-Redakteur Thorsten Schmitz für „Beste Sportreportage“ ausgezeichnet. In: Verband Deutscher Sportjournalisten. 7. Dezember 2021, abgerufen am 5. Februar 2022.
  2. 1 2 3 4 5 6 VDS-Preisträger Lars Spannagel – „Mit der Nudel zum Rekord“. In: Verband Deutscher Sportjournalisten. 20. Dezember 2015, abgerufen am 5. Februar 2022.
  3. ↑ Junge Männer. In: Der Tagesspiegel. 14. Januar 2016, abgerufen am 5. Februar 2022.
  4. ↑ The American hegemon between multiculturalism and unilateralism: U.S. foreign policy in the UN security council before the second Iraq war. In: Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin. 2005, abgerufen am 5. Februar 2022.
  5. ↑ Basketball: Hektischer Tanz um einen Korb. In: Die Zeit. 6. September 2010, archiviert vom Original; abgerufen am 5. Februar 2022.
  6. ↑ „Klub der Schande“. In: Jüdische Allgemeine. 30. November 2006, abgerufen am 5. Februar 2022.
  7. ↑ Der Ball ist wund. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 1. September 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Februar 2022; abgerufen am 5. Februar 2022.
  8. ↑ Lars Spannagel: Curling-EM in Füssen: Uncool auf dem Eis. In: Die Tageszeitung: taz. 6. Dezember 2007, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 5. Februar 2022]).
  9. ↑ Und was bleibt aus deutscher Sicht? In: 11 Freunde. 3. Juli 2012, archiviert vom Original; abgerufen am 5. Februar 2022.
  10. ↑ Ein Mann und seine Worte - „wie ein BGZler Vizeweltmeister wurde“. In: BG Zehlendorf. 22. April 2021, archiviert vom Original; abgerufen am 5. Februar 2022.
  11. ↑ Basketballer holen Edelmetall für Zehlendorf. In: Der Tagesspiegel. 23. Mai 2019, abgerufen am 5. Februar 2022.
  12. ↑ Berlin holt Vizemeisterschaft der Basketball-Ü40. In: Der Tagesspiegel. Abgerufen am 14. September 2022.
  13. ↑ Lars Spannagel nicht mehr im Sportressort. In: Verband Deutscher Sportjournalisten. 14. November 2017, abgerufen am 5. Februar 2022.
  14. ↑ Thomas Borgböhmer: "Zeit Online" nimmt das Wochenende ins Visier. In: meedia.de. 8. April 2022, abgerufen am 14. September 2022.
  15. ↑ Lars Spannagel. In: Die Zeit. Abgerufen am 28. April 2026.
  16. ↑ Laudatio Großer VDS-Preis – „Eine fesselnde Kennenlern-Reise“. In: Verband Deutscher Sportjournalisten. 27. März 2019, abgerufen am 5. Februar 2022.
  17. ↑ Laudatio Großer VDS-Preis – „Lesevergnügen garantiert“. In: Verband Deutscher Sportjournalisten. 29. März 2021, abgerufen am 5. Februar 2022.
  18. ↑ Wir gratulieren allen ausgezeichneten Kolleginnen und Kollegen. In: Verband Deutscher Sportjournalisten. 20. April 2026, abgerufen am 22. April 2026.
  19. ↑ Großer VDS-Preis. In: Johann Oberauer GmbH. Abgerufen am 5. Februar 2022.
  20. ↑ VDS-Berufswettbewerbe 2024. In: Verband Deutscher Sportjournalisten. 28. April 2025, abgerufen am 24. Juni 2025.
  21. ↑ Lars Spannagel vom Weltverband der Sportjournalisten ausgezeichnet. In: Der Tagesspiegel. 23. März 2021, abgerufen am 5. Februar 2022.
  22. ↑ Dozenten. In: Berliner Journalistenschule. Archiviert vom Original; abgerufen am 5. Februar 2022.
  23. ↑ Dozenten. In: Holtzbrinck-Schule. Abgerufen am 22. April 2026.
Personendaten
NAME Spannagel, Lars
KURZBESCHREIBUNG deutscher Journalist
GEBURTSDATUM 1978
GEBURTSORT Berlin