Laserkraut-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Die kräftigen Stängel sind nicht hohl und besitzen oft Reste der Blattstiele an ihrer Basis.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die gut ausgebildete Blattscheide ist breit. Die Blattspreite ist mehrfach, meist zwei- bis dreifach gefiedert. Die Form der Fiederabschnitte kann bei den einzelnen Arten recht unterschiedlich sein.
Die doppeldoldigenBlütenstände weisen einen großen Durchmesser auf und enthalten viele weiße oder gelblich-weiße Blüten angeordnet. Sowohl Hüllblätter als auch Hüllchenblätter sind normalerweise zahlreich und an allen Seiten vorhanden und sie sind schmal lanzettlich oder schmal dreieckig. Die freien Hüllblätter besitzen häutige Ränder.
Die Spaltfrucht zerfällt in zwei Teilfrüchte an einem Karpophor. Die im Querschnitt rundlichen und nicht abgeflachten Teilfrüchte tragen vier Rückenflügel, von denen sich zwei nahe dem Rand befinden.
Laserkraut-Arten gedeihen hauptsächlich in Trockenwäldern mit sandigen, stark durchlässigen Böden, an sonnigen Waldrändern oder auf Wiesen mit kalkhaltigen Böden.
Laserpitium eliasiiSennen & Pau (Syn.: Lucilebutina longiradia subsp. eliasii(Sennen & Pau) Gonz.-Toral, Sanna, Nava, Fern.Prieto & Cires): Sie kommt auf der Iberischen Halbinsel vor.
Laserpitium halleriCrantz subsp. halleri: Sie gedeiht in den Alpen in Frankreich, der Schweiz, Italien und Österreich.
Laserpitium halleri subsp. cynapiifolium(Viv. ex DC.) P.Fourn.: Dieser Endemit kommt nur auf Korsika vor.
Laserpitium hispidumM. Bieb. (Syn.: Silphiodaucus hispidus(M.Bieb.) Spalik, Wojew., Banasiak, Piwczyński & Reduron): Sie kommt ursprünglich in der Ukraine, in der Türkei, im Kaukasusraum und in Russland vor. In Mitteleuropa ist sie in Hessen und in Dänemark in Einbürgerung begriffen.
Laserpitium longiradiumBoiss. (Syn.: Lucilebutina longiradia(Boiss.) Gonz.-Toral, Sanna, Nava, Fern.Prieto & Cires): Sie kommt in Spanien vor.
Laserpitium nestleriSoy.-Will. (Syn.: Lucilebutina nestleri(Soy.-Will.) Gonz.-Toral, Sanna, Nava, Fern.Prieto & Cires): Sie kommt in Portugal, Spanien, Andorra und Frankreich vor.
Laserpitium ochridanumMicevski (Syn.: Siler zernyi subsp. ochridanum(Micevski) Niketić, F.Conti, D.Lakušić & Bartolucci): Sie kommt nur in Nordmazedonien vor.
Laserpitium orospedanum(Solanas & al.) Solanas & al. (Syn.: Laserpitium gallicum subsp. orospedanumSolanas, M.B.Crespo, S.Ríos & P.Monts.): Sie kommt in Spanien vor.
Laserpitium petrophilumBoiss. & Heldr. (Syn.: Ekimia petrophila(Boiss. & Heldr.) Baczyński, Banasiak & Spalik): Sie kommt in der Türkei vor.
Preußisches Laserkraut (Laserpitium prutenicumL., Syn.: Silphiodaucus prutenicus(L.) Spalik, Wojew., Banasiak, Piwczyński & Reduron): Es gibt zwei Unterarten:
Laserpitium prutenicum subsp. dufourianum(Rouy & Camus) Br.-Bl. (Syn.: Silphiodaucus prutenicus subsp. dufourianus(Rouy & E.G.Camus) Fern.Prieto, García Fresno, Sanna & Cires): Sie kommt nur im nordwestlichen Spanien und südwestlichen Frankreich vor.
Laserpitium prutenicumL. subsp. prutenicum (Syn.: Silphiodaucus prutenicus(L.) Spalik, Wojew., Banasiak, Piwczyński & Reduron subsp. prutenicus): Sie ist in Mittel-, Ost- und in Teilen Südeuropas verbreitet, aber nicht im nordwestlichen Spanien und südwestlichen Frankreich.
Laserpitium pseudomeumBoiss. (Syn.: Laserocarpum pseudomeum(Orph., Heldr. & Sartori ex Boiss.) Spalik, Wojew., Constantin. & S.R.Downie): Sie kommt in Griechenland vor.
Berg-Laserkraut (Laserpitium silerL., Syn.: Siler montanumCrantz): Es gibt etwa fünf Unterarten:
Laserpitium siler subsp. garganicum(Ten.) Arcang. (Syn.: Siler garganicum(Ten.) Thell.): Sie kommt auf Sardinien, auf der Balkanhalbinsel, in Bulgarien und kam früher auch in Italien vor.
Laserpitium siler subsp. laeve(Halácsy) Hartvig (Syn.: Siler zernyi subsp. laeve(Halácsy) Niketić, F.Conti, D.Lakušić & Bartolucci): Sie kommt in Griechenland vor.
Laserpitium siler subsp. siculum(Spreng.) Santang., F.Conti & Gubellini (Syn.: Siler siculum(Spreng.) Thell.): Sie kommt in Italien inklusive Sizilien vor.
Laserpitium silerL. subsp. siler (Syn.: Siler montanumCrantz subsp. montanum): Sie ist im Bergland Süd- und Mitteleuropas verbreitet.
Laserpitium siler subsp. zernyi(Hayek) Tutin (Syn.: Siler zernyi(Hayek) Thell.): Sie kommt im nordöstlichen Albanien und in Nordmazedonien vor.
Laserpitium steveniiFisch. & Trautv. (Syn.: Laser stevenii(Fisch. & Trautv.) Wojew. & Spalik): Sie kommt im Nordkaukasus und in Georgien vor.
David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 1–3. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0.
Thomas Gaskell Tutin: Laserpitium L. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.):Flora Europaea. Volume 2: Rosaceae to Umbelliferae. Cambridge University Press, Cambridge 1968, ISBN 0-521-06662-X, S.368–370 (englisch, eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Laserpitium bei Tropicos.org.Missouri Botanical Garden, St. Louis
↑Laserpitiumim Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.Abgerufen am 28. Mai 2014.
↑Birgit Nordt: Apiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 731.