Laudum

Als Laudum wird das Urteil eines willkürlichen Richters oder der Machtspruch eines Schiedsrichters bezeichnet.

Herkunft

Eine Deutung bezieht sich auf die Herleitung von „loben“ (lateinisch laus, laude), weil die Schiedsrichter für die Beilegung der Streitigkeiten gelobt wurden. Eine andere Herleitung bezieht sich auf die gotischen Wörter lafs oder lau (= Gesetz) und doom (= Urteil). Eine dritte Deutung beschreibt den Ursprung von laudare als einen Ausspruch eines wohluntersuchten Vorgangs, so ist der Schiedsrichter des Lehnrechts in der deutschen Literatur des Mittelalters oftmals als laudator und das Urteil desselben als laudamentum benannt.

Anwendungen (Auswahl)

Wiktionary: laus, laude – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Lippisches Intelligenzblatt vom 17. Juli 1773, Nr. 29, Sp. 459 ff.; abgerufen am 13. November 2021.
  2. ↑ Franz Huter (Bearb.): Tiroler Urkundenbuch. Abt. I, Band 2: 1200–1230. Innsbruck, Wagner 1949, S. 74, Nr. 598.
  3. ↑ Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500. Band 1. Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2005, ISBN 88-901870-0-X, S. 81, Nr. 1.