Laura Cheie (* 5. März 1969 in Șieu, Kreis Bistrița-Năsăud, Rumänien) ist eine rumänische Germanistin am Lehrstuhl der Universität des Westens Timișoara, Rumänien und war Kulturattaché der rumänischen Botschaft in Wien, Österreich.
Laura Cheie erhielt ihre deutsche Schulausbildung am Nikolaus Lenau Lyzeum in Timișoara (deutsch Temeswar), danach studierte sie zwischen 1987 und 1992 Rumänistik und Germanistik an der Universität des Westens Timișoara. Seit Oktober 1992 ist sie an dieser Universität am Lehrstuhl für Germanistik beschäftigt, zunächst als Hilfsassistentin, dann ab 1996 als Assistentin, und seit 2002 als Lektorin für neuere deutsche Literatur.
Zum Studium und zur Forschung im Ausland arbeitete Cheie von Oktober 1993 bis Juli 1994 an die Eberhard Karls Universität Tübingen, mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im Fachbereich Neuere Deutsche Literatur. Die Epoche des Expressionismus sowie zwischen November 1995 und November 1997 am Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck in Österreich, mit einem Franz-Werfel-Stipendium im Fachbereich Neuere deutsche Literatur. Die Literatur des Expressionismus. Die Lyrik Georg Trakls.
Im Juni 1998 war sie Mitveranstalterin des Ersten rumänisch-österreichischen Symposiums Temeswar–Innsbruck und im Oktober 2000 Mitveranstalterin des Zweiten rumänisch-österreichischen Symposiums Temeswar–Innsbruck.
Seit 1995 ist Laura Cheie Mitglied der Societății Germaniștilor din România (Gesellschaft der Germanisten Rumäniens) und seit 1997 Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik. Ihr Doktorat erhielt Cheie am 24. Oktober 2000 für Arbeiten an der Universität Innsbruck (Die Poetik des Obsessiven bei Georg Trakl und George Bacovia) bei Walter Methlagl als Doktorvater.
Laura Cheie war von Dezember 2002 bis Juni 2006 Gastlektorin an der Universität Wien. Sie publizierte außerdem wissenschaftliche Arbeiten zu Werken von Robert Musil, Franz Kafka, Eugen Barbu, Marie Luise Kaschnitz, und Alfred Kubin. Öffentliche Auftritte mit Lesungen hatte sie u. a. im Literaturhaus am Inn, bei der Salzburger Buchwoche, am Humboldt-Kolleg in Szeged, Ungarn vom 27. bis 29. September 2007, über Interkulturalität und Interdisziplinarität während der VIII. Arbeitstagung Kronstädter Germanistik 2005, und über Linguistik und Literaturwissenschaft in Mittel- und Osteuropa – Tendenzen der rumänischen Gegenwartsliteratur am 7. Dezember 2004 in der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur (DomL) in Wien.
Am 10. Oktober 2007 wurde Laura Cheie zur Ersten Botschaftssekretärin und zum Kulturattaché der rumänischen Botschaft in Wien ernannt. Im Rahmen von Sparmaßnahmen anlässlich der globalen Wirtschaftskrise strich das rumänische Außenministerium einige Stellen, darunter auch die des Kulturattachés an der Rumänischen Botschaft in Wien. Laura Cheies Mandat endete am 15. August 2009, wonach sie zu ihrer Tätigkeit an der Universität des Westens in Timișoara zurückkehrte.
| Personendaten | |
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| NAME | Cheie, Laura |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänische Germanistin |
| GEBURTSDATUM | 5. März 1969 |
| GEBURTSORT | Șieu, Rumänen |