
Laura de Weck (* 31. Mai 1981 in Zürich) ist eine Schweizer Dramatikerin und Literaturkritikerin.
Laura de Weck ist Tochter des Publizisten Roger de Weck. Sie wuchs in Paris, Hamburg und Zürich auf. Seit dem Abschluss des Schauspielstudiums an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich im Jahr 2005 ist sie freie Autorin. Sie war von 2007 bis 2010 als Schauspielerin Mitglied im Ensemble des Jungen Schauspielhauses Hamburg. Ihr erstes Stück, Lieblingsmenschen, hatte am 29. März 2007 am Theater Basel und am Nationaltheater Mannheim Doppel-Uraufführung. Es folgten die Stücke SumSum (uraufgeführt 2008 von Barbara Brüesch am Theater Chur), Für die Nacht (2011 uraufgeführt von Werner Düggelin am Theater Basel) und Archiv des Unvollständigen (2013 uraufgeführt von Thom Luz bei den Ruhrfestspielen). Laura de Wecks Stücke wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin inszeniert selbst eigene Performances wie Espace Schengen im Zürcher Theaterhaus Gessnerallee, der Kaserne Basel und Kampnagel Hamburg. Sie wurde mehrfach für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert und erhielt Einladungen u. a. zu den Werkstatttagen des Wiener Burgtheaters, den Autorentheatertagen Berlin und zum Heidelberger Stückemarkt.
Von 2011 bis 2023 schrieb sie ausserdem für den Tages-Anzeiger und Der Bund szenische Kolumnen, die 2016 in Buchform erschienen sind. 2017/18 war de Weck Stipendiatin der Münchner Drehbuchwerkstatt. Ab 2019 war sie u. a. mit Milo Rau und Elke Heidenreich im festen Kritikerteam der SRF Fernsehsendung Literaturclub. Seit Herbst 2023 moderiert sie die Sendung im Wechsel mit Jennifer Khakshouri. Sie ist Creator und Head-Autorin der 2022 ausgestrahlten SRF-Serie Emma lügt (Regie: Bettina Oberli). Seit 2024 ist sie als Nachfolgerin von Insa Wilke Jurymitglied beim Ingeborg-Bachmann-Preis und zusätzlich 2025 Jurymitglied und Jurysprecherin beim Deutschen Buchpreis.
De Weck lebt mit ihrem Ehemann András Siebold und den zwei gemeinsamen Kindern in Hamburg.
Anlässlich der Uraufführung von Für die Nacht schrieb Barbara Villiger-Heilig in der NZZ von einem „Zauber“ angesichts dieses „kleinen, feinen Reigen um Leben, Liebe und Tod“. Charles Linsmayer dagegen kritisierte auf nachtkritik.de banale Aussagen und eine wenig zwingende Szenenfolge, erkannte aber rhythmische, sprachspielerische Qualitäten. Im Nachfolgestück Espace Schengen lobte Julia Stephan ebenfalls auf nachtkritik.de Humor, Sprachgefühl und die Übersetzung bürokratischer Sprache ins Konkrete. Zugleich erschien ihr der Zugang zum Thema auf Dauer eintönig. De Wecks Theaterstück Archiv des Unvollständigen wiederum erhielt überwiegend positive Kritiken. So schrieb DER SPIEGEL von einem „Schuss ins Herz der Zuschauer“, die Sueddeutsche Zeitung von einem „Moment ungewöhnlichen Theaterglücks“ und Deutschlandradio Kultur feierte „pures Bühnengold, ein Kleinod!“.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weck, Laura de |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Schauspielerin, Bühnenautorin und Regisseurin |
| GEBURTSDATUM | 31. Mai 1981 |
| GEBURTSORT | Zürich |