Lawrence R. Blinks

Lawrence Rogers Blinks (* 22. April 1900 in Michigan City, Indiana; † 4. März 1989 in Pacific Grove, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Botaniker.

Blinks galt als führend auf den Gebieten der Elektrophysiologie der Pflanzen (insbesondere Algen) und der Photosynthese-Forschung. Gemeinsam mit Francis T. Haxo entwickelte er die Haxo-Blinks-Sauerstoffelektrode, die in der Erforschung der Photosynthese weit verbreitet war. Einige seine Arbeiten gelten als Wegbereiter der Meeresökologie als Disziplin.

Leben und Wirken

Hopkins Marine Station, langjähriger Wirkungsort Blinks’

Lawrence Blinks war der Sohn von Walter Moulton Blinks und Ella Little (Rogers) Blinks. Nach Studien am Kalamazoo College und der Stanford University erwarb Blinks an der Harvard University 1923 einen Bachelor, 1925 einen Master und 1926 bei Winthrop Osterhout einen Ph.D. Anschließend arbeitete er am Rockefeller Institute.

Seit 1931 war Blinks an der Hopkins Marine Station der Stanford University in Pacific Grove, seit 1933 gehörte er als Associate Professor für Botanik zum Lehrkörper der Stanford University am Hauptcampus, 1936 erhielt er dort eine ordentliche Professur für Biologie. Von 1943 bis 1965 war Blinks Direktor der Hopkins Marine Station. Nach seiner Emeritierung in Stanford war er von 1966 bis 1972 Gastprofessor an der University of California, Santa Cruz, wo er half, die Abteilungen für Biowissenschaften aufzubauen.

Blinks gehörte zu den Herausgebern folgender wissenschaftlicher Journale: Journal of Physiology, Annual Review of Plant Physiology, Biological Bulletin, Botanica Marina. 1954/55 war er Assistant Director der National Science Foundation.

Lawrence war seit 1928 mit Anne Hof Blinks (1903–1995), einer Botanikerin und Ethnologin, verheiratet; das Paar hatte einen Sohn, John Rogers Blinks (1931–2012), später Pharmakologe an der Mayo Clinic.

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Blinks, Anne Catherine Hof. In: harvard.edu. Harvard University Herbaria & Libraries, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
  2. ↑ John Blinks Obituary (2012). In: legacy.com. Monterey Herald, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
  3. ↑ Lawrence R. Blinks. In: gf.org. The John Simon Guggenheim Memorial Foundation, abgerufen am 21. August 2026 (englisch).
  4. ↑ Book of Members 1780–present, Chapter B. (PDF; 1,2 MB) In: amacad.org. American Academy of Arts and Sciences, abgerufen am 21. August 2026 (englisch).
  5. ↑ Lawrence Rogers Blinks. In: amacad.org. American Academy of Arts and Sciences, März 2026, abgerufen am 21. August 2026 (englisch).
  6. ↑ Lawrence R. Blinks. In: nasonline.org. National Academy of Sciences, abgerufen am 21. August 2026 (englisch).