Léa Linster

Léa Linster, 2019

Léa Elisabeth Linster (* 27. April 1955 in Differdingen, Luxemburg) ist eine luxemburgische Köchin, Gastronomin, Fernsehköchin und Autorin von Kochbüchern.

Leben

Léa Linster (rechts) mit Jacques Santer (links)

Léa Linster wurde als drittes von vier Kindern des Konditors Emile Linster und dessen Frau Marie-Antoinette im luxemburgischen Differdingen geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Jura an der Universität Metz, übernahm aber 1982 nach dem Tod ihres Vaters das elterliche Gasthaus in Frisingen (Luxemburg), etwa 15 km südlich der Stadt Luxemburg, und eröffnete es als Restaurant „Lea Linster“. Sie erwarb das Berufsbefähigungszeugnis und ein Meisterdiplom und hospitierte bei Paul Bocuse, Joël Robuchon und Frédy Girardet. 1987 wurde ihr Restaurant vom Guide Michelin erstmals mit einem Stern ausgezeichnet. Zwei Jahre später gewann sie den Bocuse d’Or. Von 1991 bis 2010 betrieb Linster ein weiteres Restaurant Das Kaschthaus in Hellingen.

Die Leitung ihres Restaurants übergab sie 2017 an ihren Sohn Louis Linster, der das Haus mit einem Michelin-Stern weiterführt. 2025 erreichte das Restaurant unter ihm zwei Michelin-Sterne.

Seit 2001 schrieb sie regelmäßig für die deutsche Frauenzeitschrift Brigitte eine Kolumne. Von 2004 bis Januar 2008 hatte sie eine Fernsehsendung mit dem Titel Leas KochLUST beim SR Fernsehen. In der Saarbrücker Ausgabe der Fernsehserie Tatort trat sie 2006 und 2007 in den Folgen Aus der Traum und Der Tote vom Straßenrand als „Linde-Wirtin“ auf. Außerdem ist sie als Autorin von Kochbüchern bekannt. 2024 veröffentlichte Léa Linster mit „Deutschland küsst Frankreich“ ihr 20. Kochbuch.

Linster tritt auch häufig in der Sendung ZDF-Fernsehgarten auf, zudem führte sie von Zeit zu Zeit durch die Nachmittagsserie Die Küchenschlacht des ZDF. Auch in der inzwischen eingestellten ZDF-Sendung Lanz kocht war sie häufig zu Gast. Im luxemburgischen Fernsehen RTL Télé Lëtzebuerg läuft ihre Sendung Kachtipp mam Léa Linster. Sie war 2013 und 2014 Coach und Jurorin in der Sat.1-Kochshow The Taste und wirkte 2016 und 2018 in dieser Show als Gastjurorin mit. 2023 nahm sie als Jurorin beim Finale des Bocuse d'Or Deutschland in Frankfurt teil.

Linster ist ledig und hat einen 1990 geborenen Sohn, Louis, der ebenfalls Koch ist.

Auszeichnungen (Auswahl)

Bücher

Kochbücher

Léa Linster signiert eines ihrer Kochbücher (2007)

Autobiografisches

Film

Commons: Léa Linster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Léa Linster - Munzinger Biographie. Abgerufen am 30. Juli 2026.
  2. 1 2 Léa Linster. In: Léa Linster. Abgerufen am 30. März 2024 (deutsch).
  3. ↑ Léa Linster. In: Léa Linster. Abgerufen am 30. Juli 2026.
  4. ↑ La liste des chefs - Académie des Bocuses d'or. Abgerufen am 20. Oktober 2020.
  5. ↑ Léa Linster. In: Léa Linster. Abgerufen am 13. August 2024 (deutsch).
  6. ↑ Stuttgarter Zeitung: Léa Linster in Stuttgart: Warum die Spitzenköchin die Schwaben liebt. Abgerufen am 16. Mai 2026.
  7. ↑ Neue Zwei-Sterner in Luxemburg und Belgien. In: Guide Michelin. Abgerufen am 24. Mai 2026 (deutsch).
  8. ↑ Lea Linsters Genuss-Kolumne. 30. Juni 2021, abgerufen am 30. März 2024.
  9. ↑ Deutschland küsst Frankreich. Abgerufen am 13. August 2024.
  10. ↑ Die Jury. Abgerufen am 13. August 2024 (deutsch).
  11. ↑ Julius Schneider: Restaurant Louis Linster - Luxemburg | Feinschmecker. Abgerufen am 16. Mai 2026.
  12. ↑ Bekanntgabe der Ordensträgerinnen und Ordensträger. In: bundespraesident.de. 9. Juli 2026, abgerufen am 20. Juli 2026.
Personendaten
NAME Linster, Léa
ALTERNATIVNAMEN Linster, Léa Elisabeth (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG luxemburgische Köchin und Gastronomin
GEBURTSDATUM 27. April 1955
GEBURTSORT Differdingen