
Léa Elisabeth Linster (* 27. April 1955 in Differdingen, Luxemburg) ist eine luxemburgische Köchin, Gastronomin, Fernsehköchin und Autorin von Kochbüchern.

Léa Linster wurde als drittes von vier Kindern des Konditors Emile Linster und dessen Frau Marie-Antoinette im luxemburgischen Differdingen geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Jura an der Universität Metz, übernahm aber 1982 nach dem Tod ihres Vaters das elterliche Gasthaus in Frisingen (Luxemburg), etwa 15 km südlich der Stadt Luxemburg, und eröffnete es als Restaurant „Lea Linster“. Sie erwarb das Berufsbefähigungszeugnis und ein Meisterdiplom und hospitierte bei Paul Bocuse, Joël Robuchon und Frédy Girardet. 1987 wurde ihr Restaurant vom Guide Michelin erstmals mit einem Stern ausgezeichnet. Zwei Jahre später gewann sie den Bocuse d’Or. Von 1991 bis 2010 betrieb Linster ein weiteres Restaurant Das Kaschthaus in Hellingen.
Die Leitung ihres Restaurants übergab sie 2017 an ihren Sohn Louis Linster, der das Haus mit einem Michelin-Stern weiterführt. 2025 erreichte das Restaurant unter ihm zwei Michelin-Sterne.
Seit 2001 schrieb sie regelmäßig für die deutsche Frauenzeitschrift Brigitte eine Kolumne. Von 2004 bis Januar 2008 hatte sie eine Fernsehsendung mit dem Titel Leas KochLUST beim SR Fernsehen. In der Saarbrücker Ausgabe der Fernsehserie Tatort trat sie 2006 und 2007 in den Folgen Aus der Traum und Der Tote vom Straßenrand als „Linde-Wirtin“ auf. Außerdem ist sie als Autorin von Kochbüchern bekannt. 2024 veröffentlichte Léa Linster mit „Deutschland küsst Frankreich“ ihr 20. Kochbuch.
Linster tritt auch häufig in der Sendung ZDF-Fernsehgarten auf, zudem führte sie von Zeit zu Zeit durch die Nachmittagsserie Die Küchenschlacht des ZDF. Auch in der inzwischen eingestellten ZDF-Sendung Lanz kocht war sie häufig zu Gast. Im luxemburgischen Fernsehen RTL Télé Lëtzebuerg läuft ihre Sendung Kachtipp mam Léa Linster. Sie war 2013 und 2014 Coach und Jurorin in der Sat.1-Kochshow The Taste und wirkte 2016 und 2018 in dieser Show als Gastjurorin mit. 2023 nahm sie als Jurorin beim Finale des Bocuse d'Or Deutschland in Frankfurt teil.
Linster ist ledig und hat einen 1990 geborenen Sohn, Louis, der ebenfalls Koch ist.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Linster, Léa |
| ALTERNATIVNAMEN | Linster, Léa Elisabeth (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | luxemburgische Köchin und Gastronomin |
| GEBURTSDATUM | 27. April 1955 |
| GEBURTSORT | Differdingen |