Lea Meyer

Lea Meyer


Meyer bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2022

Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 16. September 1997 (29 Jahre)
Geburtsort Löningen, Deutschland
Größe 176 cm
Gewicht 59 kg
Karriere
Disziplin 3000 m Hindernis
Bestleistung 9:09,13 min (4. Juli 2026)
Verein VfL Löningen (bis 2021 und seit 2025)
ASV Köln (2022–2023)
TSV Bayer 04 Leverkusen (2023–2024)
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Deutsche Meisterschaften 4 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Deutsche Hallenmeisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Deutsche U23-Meisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Silber München 2022 3000 m Hindernis
Logo des DLV
 Deutsche Meisterschaften
Silber Braunschweig 2020 3000 m Hindernis
Silber Braunschweig 2021 3000 m Hindernis
Gold Berlin 2022 3000 m Hindernis
Gold Kassel 2023 5000 m
Gold Kassel 2023 3000 m Hindernis
Gold Dresden 2025 5000 m
Bronze Bochum 2026 3000 m Hindernis
Logo des DLV
 Deutsche Hallenmeisterschaften
Silber Leipzig 2022 3000 m
Bronze Dortmund 2023 3000 m
Gold Dortmund 2025 3000 m
Deutsche U23-Meisterschaften
Gold Wetzlar 2019 3000 m Hindernis
letzte Änderung: 28. Juli 2026

Lea Meyer (* 16. September 1997 in Löningen, Niedersachsen) ist eine deutsche Leichtathletin. Ihre Hauptdisziplin ist der 3000-Meter-Hindernislauf. Ihr bislang größter Erfolg in dieser Disziplin war der Gewinn der Silbermedaille bei den Europameisterschaften 2022 in München.

Berufsweg

2016 machte Lea Meyer am Copernicus-Gymnasium Löningen ihr Abitur und studiert aktuell Grundschullehramt an der Universität zu Köln.

Sportliche Laufbahn

Jugend- und Juniorinnenklasse

In den Schüler- und Jugendklassen erlief Lea Meyer einige niedersächsische Landes- und norddeutsche Meistertitel in der Halle, Freiluft sowie im Crosslauf. 2011 nahm Lea Meyer auch an Meisterschaften im Duathlon und Triathlon teil.

Ab dem Jahre 2012 konzentrierte sie sich nur noch auf die Leichtathletik. Im Juli 2012 gewann Lea Meyer in Mönchengladbach als U16-Athletin den Titel über 1500 Meter in der U18-Wertung. Seit 2013 startete sie auch auf der Hindernisstrecke und gewann bei den deutschen U18-Meisterschaften in Rostock den Titel im 1500-Meter-Hindernislauf. Im Dezember des gleichen Jahres nahm sie mit der deutschen U20-Mannschaft an den Europameisterschaften im Crosslauf in Belgrad teil und gewann in der Teamwertung die Bronzemedaille. Im Jahre 2014 konnte Lea Meyer ihren Titel über die 1500-Meter-Hindernisstrecke in Wattenscheid erfolgreich verteidigen. 2016 erlief sie den dritten Platz über die 5000 Meter sowie den zweiten Platz über die 2000 Meter Hindernis. 2017 qualifizierte Lea Meyer sich für die U23-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz über die 3000-Meter-Hindernisstrecke und belegte dort den sechsten Platz. 2018 qualifiziert sie sich für die Crosslauf-Europameisterschaften im niederländischen Tilburg und gewann dort die Goldmedaille mit dem U23-Team der Frauen und belegte den 15. Platz in der Einzelwertung. 2019 gewann sie die Deutschen U23-Meisterschaften im 3000-Meter-Hindernislauf in Wetzlar. Bei den U23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle belegte sie den fünften Platz. Zum Abschluss des Jahres erreichte sie den zwölften Platz bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Lissabon.

Wettkämpfe seit 2020 (Erwachsene)

2020 gewann Lea Meyer bei den nationalen Meisterschaften in Braunschweig die Silbermedaille über die 3000-Meter-Hindernisstrecke. Bei den Halleneuropameisterschaften 2021 in Toruń erreichte sie über die 3000 Meter den siebten Platz im Vorlauf und konnte sich nicht fürs Finale qualifizieren. Bei den Deutschen Meisterschaften 2021 belegte sie erneut den zweiten Platz im 3000-Meter-Hindernislauf. Im Juni 2021 unterbot Lea Meyer bei einem internationalen Meeting in Nizza die geforderte Qualifikationsnorm über die 3000-Meter-Hindernisstrecke für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio. Dort trat sie im ersten Vorlauf an, ohne sich mit dem siebten Platz und 9:33,00 min für den Endlauf qualifizieren zu können.

2022 konnte Meyer in Abwesenheit der erkälteten Dauergewinnerin Gesa Felicitas Krause die deutsche Meisterschaft erstmals für sich entscheiden. Bei den Europameisterschaften in München steigerte sie mit 9:15,35 min ihre persönliche Bestzeit um über zehn Sekunden. Als Zweite wurde sie nur von der Albanerin Luiza Gega geschlagen. Die Silbermedaille widmete sie anschließend ihrem ehemaligen Trainer Henning von Papen, der zu Beginn des Jahres verstorben war. Nachdem sie zwischenzeitlich kurz davor gestanden habe, ihre Karriere zu beenden, habe er „den Spaß in mir wieder geweckt“.

Im Mai 2025 gelang ihr in Los Angeles mit 14:58,85 min erstmals eine Zeit unter 15 Minuten über die 5000 Meter. Damit reihte sie sich auf Platz sechs in der ewigen deutschen Bestenliste ein. Zudem erfüllte sie die Norm für die Weltmeisterschaften 2025 in Tokio. In Tokio trat sie sowohl über 5000 Meter an, wo sie im Vorlauf ausschied, als auch im Hindernislauf, wo sie im Vorlauf 9:13,18 min erreichte und sich für das Finale der besten fünfzehn Läuferinnen qualifizierte und dort Zwölfte wurde. Meyer wurde zu Niedersachsens Sportlerin 2025 gewählt.

Im Juli 2026 verbesserte Lea Meyer ihre persönliche Bestzeit über 3000 Meter Hindernis beim Diamond-League-Meeting im US-amerikanischen Eugene auf 9:09,13 Minuten und belegte damit den siebten Platz. Am selben Ort war Meyer bei den Weltmeisterschaften 2022 am Wassergraben schwer gestürzt. Beim Finale über 3000 Meter Hindernis der Europameisterschaften in Birmingham 2026 lag Lea Meyer lange in Führung, doch stürzte sie auf der letzten Runde am Wassergraben und wurde Vierte in 9:17,07 Minuten, während Gesa Krause Europameisterin wurde vor Titelverteidigerin Alice Finot und ihre Teamkollegin Olivia Gürth Bronze holte. Direkt nach dem Rennen äußerte Lea Meyer vor TV Kameras ihre Enttäuschung darüber, dass sie als eine von Europas besten Läuferinnen die verdiente Medaille verpasst hatte, sowohl durch eigene Fehler wie aufgrund der Renntaktik der Konkurrentinnen. Dabei kündigte sie ehrgeizig an, noch vor den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles eine neue deutsche Rekordzeit laufen zu wollen.

Vereinszugehörigkeit

Meyer bei den Deutschen Meisterschaften 2018

Lea Meyer startete bis 2021 für den VfL Löningen. Danach wechselte sie zum ASV Köln und zum TSV Bayer 04 Leverkusen, bevor es im Jahr 2025 wieder zurück zu ihrem Heimatverein VfL Löningen ging. Daneben trainiert sie mit dem Team New Balance Boston.

Commons: Lea Meyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Lea Meyer. In: www.teamdeutschland.de. DOSB, abgerufen am 7. Januar 2023.
  2. ↑ Thomas Bauer: Leichtathletik-EM - Ergebnisse 3.000 Meter Hindernis: Favoritin aus Albanien triumphiert; Deutsche überrascht! In: HDsports. 20. August 2022, abgerufen am 20. August 2022.
  3. ↑ Torben Siemer: Lea Meyer weint nach EM-Silber um verstorbenen Trainer. In: ntv.de. 21. August 2022, abgerufen am 8. Dezember 2022.
  4. ↑ Thomas Bauer: Lea Meyer knackt magische Marke in Los Angeles. 25. Mai 2025, abgerufen am 25. Mai 2025.
  5. ↑ Lea Meyer - "Ich bin schon stolz drauf" sportschau.de, 18. September 2025, abgerufen am 14. August 2026
  6. ↑ Mathias Freese: Vier Jahre nach Sturz in WM-Wassergraben – Lea Meyer läuft Bestzeit in Eugene. NWZonline, 6. Juli 2026
  7. ↑ Emmanuel Schneider: Knallhart-Kritik ist überzogen. Meyers Wut-Interview liefert authentisch-ehrlichen Blick. In: n-tv Sport. 14. August 2026, abgerufen am 18. August 2026.
  8. ↑ „Das habe ich mir selber eingebrockt“ – Meyer äußert sich nach der Kritik an ihr. In: Die Welt. 14. August 2026, abgerufen am 18. August 2026.
  9. ↑ Lea Meyer kehrt zum VfL Löningen zurück: Vereinswechsel zum 01.01.2025. Pressemitteilung. VfL Löningen e. V. von 1903, 10. November 2024, abgerufen am 16. September 2025.