| Leadec Holding | |
|---|---|
| Rechtsform | BV & Co. KG |
| Gründung | 1962 |
| Sitz | Stuttgart, |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 22.500 (2025) |
| Umsatz | > 1,35 Mrd. Euro (2025) |
| Branche | Industriedienstleistung, Facilitymanagement |
| Website | www.leadec-services.com |
| Stand: 21. April 2026 | |
Leadec (vormals Voith Industrial Services) ist ein international tätiger Anbieter technischer Dienstleistungen für die Automobil- und Fertigungsindustrie mit Hauptsitz in Stuttgart, Deutschland. Leadec bietet seit über 60 Jahren Dienstleistungen für die großen Automobilhersteller, -zulieferer sowie weitere produzierende Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu den Services gehören unter anderem Produktionsinstandhaltung, technische Reinigung von Fertigungsanlagen, Automatisierung und Engineering, Produktionssupport sowie digitale Smart-Factory-Lösungen. Der Dienstleister ist in mehr als 900 Fabriken an rund 380 Standorten in 16 Ländern tätig.
Leadec ist im Besitz des europäischen Private‑Equity‑Unternehmens Triton Partners. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Leadec einen Umsatz von mehr als 1,35 Milliarden Euro und beschäftigte etwa 22.500 Mitarbeiter weltweit.


Leadec ist in 16 Ländern auf vier Kontinenten vertreten. In Europa ist das Unternehmen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Portugal, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn tätig. Auf dem amerikanischen Kontinent ist Leadec in den USA, Kanada, Mexiko und Brasilien aktiv. Weitere Standorte befinden sich in Indien und China.
1962 wurde in München die Kesselreinigungsgesellschaft Reichenberger & Co. gegründet, die sich zunächst auf die Reinigung von Heiz- und Wasserkesseln spezialisierte. In den 1960er Jahren erweiterte das Unternehmen sein Angebot um die Fremdinstandhaltung von Maschinen und Anlagen. Ab 1985 firmierte das Unternehmen unter dem Namen Deutsche Industriewartung GmbH & Co. KG (DIW).
1986 erwarben die Unternehmen Salamander und Voith die DIW. Im Oktober 2000 wurde die Sparte in die neu gegründete Konzerndivision Voith Industrial Services überführt. Im Jahr 2000 beteiligte sich Voith Industrial Services an der Hörmann Industrietechnik. 2004 wurde Voith Servicos Industriais do Brasil Ltda. gegründet. 2005 erwarb das Unternehmen die amerikanische Premier-Gruppe, um die internationale Position als Partner der Automobilindustrie zu stärken. 2006 folgte die Übernahme der Mehrheit an der Hörmann Industrietechnik für komplexe technische Industriedienstleistungen mit Schwerpunkt in der Automobilindustrie.
Im August 2014 wurde Helix Systems Inc. mit 260 Mitarbeitern und 30 Millionen Dollar Umsatz Teil der Voith Industrial Services. Im September 2014 veräußerte Voith Industrial Services das Tochterunternehmen DIW an den Österreichischen Baukonzern Strabag.
Im Herbst 2016 verkaufte Voith seine Industriedienstleistungssparte an das Private-Equity-Unternehmen Triton Partners. Im Zuge der Umstrukturierung wurde das Unternehmen in zwei eigenständige Dienstleister aufgeteilt: Leadec und Veltec.
Am 23. Januar 2017 wurde die neue Marke Leadec offiziell eingeführt. Der Firmenname setzt sich aus den englischen Begriffen „lead“ (Vorsprung, Führung) und „tec“ (Technik) zusammen und soll die Eigenständigkeit des Unternehmens betonen.
Veltec wurde im November 2018 an die Plant Systems & Services PSS GmbH verkauft und konzentriert sich auf die Prozessindustrie. Seither entwickelt sich Leadec als eigenständiges Service-Unternehmen, das sich vollständig auf die Anforderungen im Dienstleistungsbereich fokussiert.
Im Zuge seiner Expansionsstrategie erwarb Leadec ab 2018 mehrere Unternehmen: 2019 wurde IPO.Plan GmbH übernommen, 2020 folgten IVG Göhringer und AVI GmbH. Im Dezember 2020 akquirierte Leadec Diversified Automation Inc., einen amerikanischen Anbieter von Automatisierungslösungen für die Automobil- und Fertigungsindustrie. Im Jahr 2021 wurden Schulz&Reichl Elektrobau GmbH, Partners in Hygiene, Industrial Maintenance & Services of Belton Inc. und Meiners Electric übernommen. 2022 kamen Elmleigh Electrical Systems Limited und Castrol Industrie und Service GmbH hinzu.
2023 gründete das Unternehmen die Leadec France SAS in Paris und nahm damit den Geschäftsbetrieb in Frankreich auf. Im Mai 2023 erwarb Leadec das ungarische Unternehmen FISS Automatika Kft., das sich auf Elektroinstallation, Starkstromverteilung, Mess- und Regeltechnik, Sondermaschinenbau und Gebäudeautomation spezialisiert hat.
Anfang 2024 nahm Leadec seine Geschäftstätigkeit in Spanien und Portugal auf. Im Januar 2025 wurden spanische Unternehmen Manteniments Industrials Servycat 2017, S.L.U. und Electro Servycat, S.L., übernommen und damit die Marktpräsenz auf der Iberischen Halbinsel weiter ausgebaut.