| Lee Gyo-yoon | |
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| Hangeul | 이교윤 |
| Hanja | 李敎尹 |
| Revidierte Romanisierung |
I Gyo-yun |
| McCune- Reischauer |
I Gyo-yun |
Lee Gyo-yoon, auch Lee Kyo-yoon, (* 1929 in Seoul, damaliges Japanisches Kaiserreich, heute Südkorea; † 12. Mai 2017 in Gwangmyeong, Gyeonggi-do, Südkorea) gründete 1956 die Han Moo Kwan und war einer der Gründerväter der Korea Taekwondo Association. Er war ein hochrangiger Funktionär im Kukkiwon und war maßgeblich an der Entwicklung der offiziellen Formen (Poomsae) beteiligt.
Lee Gyo-yoon begann 1947 mit dem Training in der Kampfkunstabteilung Joseon Yeonmugwan Kong Soo Do Bu (in der Nähe des heutigen Joseon or Chosŏn Hotels in Sogong-dong, Jung-gu, Seoul) unter deren Gründer Chun Sang-Sup. 1950 erwarb er die Lizenz als Kommunikationsbeamter und arbeitete als solcher im Informationsbüro der Polizei von Seoul, wo er jeden Morgen Polizisten verschiedener Wachen Kong Soo Do (eine koreanische Kampfkunst, die auf Einflüssen des okinawanischen Karate, des Taijiquan und der Shaolin-Langfaust basiert) beibrachte. Mit Beginn des Koreakriegs am 25. Juni 1950 wurde sein Lehrer Chun Sang-Sup von der Armee eingezogen. Am gleichen Tag wurde die Schule geschlossen. Lee Gyo-yoon wurde nicht eingezogen, da er als Kommunikationsoffizier bei der Polizei von Seoul arbeitete.
Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens im Koreakrieg am 27. Juli 1953 begannen die ehemaligen Schüler wieder mit dem Training in der Schule. Unterrichtet wurden sie dabei von Lee Gyo-yoon und Lee Jong-woo (später Jidokwan). Bald darauf wurden sie von Lee Jae-hwang vom Koreanischen Judo-Verband aus den Räumlichkeiten verwiesen. Im September 1953 gründete Lee Gyo-yoon zusammen mit Yun Gwae-byeung und Lee Jong-woo die Dae Han Che Yook Kwan Kong Soo Do Bu in der Hanguk Cheyuk Kwan in Euljiro 3-ga, Cho-dong, Jung-gu, Seoul. Nach andauernden Konflikten mit Lee Jong-woo trat Lee Gyo-yoon aus dem Dojang aus und eröffnete am 7. September 1954 seine eigene Schule in einem provisorisches Zelt mit dem Namen „Han Moo Kwan“ auf einem Grundstück hinter der Gangmun High School in Changsin-dong, Dongdaemun-gu, Seoul.
1960 wurde er Erster Ausbilder der Taekwon-Do-Abteilung der Polizei von Seoul. Als im September 1961 in der Nähe des Gwangmu-Theaters in Sangwangsimni, Seongdong-gu, Seoul, auf einem großen Grundstück ein fünfstöckiges Gebäude errichtet wurde, verlegte Lee Gyo-yoon das Dojang dorthin. Im gleichen Jahr war er Mitglied des Verwaltungsrats der Korea Taekwondo Association. Lee Gyo-yoon war 1973 Leiter der koreanischen Nationalmannschaft bei der ersten Taekwondo-Weltmeisterschaft. Er wirkte als Ausbilder beim 1. Internationalen Schiedsrichterlehrgang mit, der 1974 von der World Taekwondo Federation veranstaltet wurde. Im Jahr 1977 wurde ihm der Verdienstorden für Sport der Republik Korea, die Weiße-Pferde-Medaille, für die Erfüllung seiner Pflichten als Leiter der Delegation bei den 3. Taekwondo-Weltmeisterschaften verliehen. 1984 war er Leiter der koreanischen Delegation beim südamerikanischen Taekwondo-Freundschaftsturnier.
Lee Gyo-yoon war 2005 Mitglied des Kukkiwon-Beratungsausschusses sowie 2006 Berater der Kukkiwon-Vereinigung für höchste Dan-Grade. Am 12. Mai 2017 verstarb Lee Gyo-yoon im Alter von 87 Jahren. Zu den Hinterbliebenen gehören seine Ehefrau Je Eun-soon, sein Sohn Lee Se-jin sowie seine Töchter Lee Jong-soon und Lee Jeong-mi.
| Personendaten | |
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| NAME | Lee, Gyo-yoon |
| ALTERNATIVNAMEN | 이교윤 (Hangeul); 李敎尹 (Hanja); I Gyo-yun (revidierte Romanisierung); I Gyo-yun (McCune-Reischauer) |
| KURZBESCHREIBUNG | südkoreanischer Taekwondo-Meister und Karate-Meister |
| GEBURTSDATUM | 1929 |
| GEBURTSORT | Seoul, Japanisches Kaiserreich |
| STERBEDATUM | 12. Mai 2017 |
| STERBEORT | Gwangmyeong, Gyeonggi-do, Südkorea |